Rezensionen  und Buchbesprechungen

Sterne sieht man nur bei Nacht

Gabriele Netz aus Laufen hat mir ihre sehr lesenswerte Rezension zur Verfügung gestellt:

 

Die schriftstellerischen Aktivitäten von Bernhard Straßer beobachte ich schon seit Jahren und sehe mit Freude seine kontinuierliche Weiterentwicklung. Bisheriger Höhepunkt seiner Arbeit ist das hier vorliegende Buch.

Der Roman „Sterne sieht man nur bei Nacht“ zeigt sehr lebhaft den inneren Konflikt eines jungen Mannes, der sich im Wirrwarr seiner Gefühle zurechtfinden muss. Der Autor entführt den Leser hervorragend in die Innenwelt eines jungen Erwachsenen. Der Leser wird den inneren Kampf mitkämpfen wollen. 

Natürlich geht es um die Liebe aber nicht ausschließlich. Es geht auch um die Mutter, die Familie, das Erwachsenwerden. „Aber seit er diese Wohnung bezogen hatte, sie mit seinen eigenen Möbeln ausgestattet hatte, verblasste das Bild des Elternhauses, kühlte die Wärme ab, die er dort empfunden hatte.“ 

Für Freunde eines Thrillers ist der Roman wahrscheinlich nichts. Vielmehr wird der Roman die ansprechen, die Gefallen am Mitfühlen und Einfühlen in seelische Konflikte haben. Außerdem kommen auch Freunde wunderschön ausgeführter Szenarien auf ihre Kosten, Szenarien in die der Leser immer wieder eintauchen kann. Sei es die Beschreibung eines Bummels durch die Altstadt von Nürnberg („Sie spazierten weiter und erreichten nach einer Weile eine Flussgabelung, an der sich die Pegnitz teilte und es auf Hans so wirkte, als umarmte sie liebevoll eine mit Bäumen gesäumte Insel mit ihren grünen Armen, als wäre sie eine Geliebte aus Wasser.“)  als auch die von Rastlosigkeit und den unterschiedlichsten Gefühlen begleitete Tour durch Paris. „Aber er musste so schnell laufen, er hatte zu wenig Zeit, um die gesamte Stadt zu sehen. Und wer wusste, welche Erkenntnisse seine Gedanken entdecken könnten, wenn er stehenblieb. Er wollte nicht darüber nachdenken. Das, was zu Hause auf ihn wartete, mache ihm Angst. Aber er war in Paris. Paris war keine Stadt für Angsthasen.“

Für mich ist das Buch einen Kauf wert, da der Konflikt, den die Hauptfigur des Romans erlebt, zeitlos ist. Obwohl ich selbst nicht mehr jung bin, konnte ich mich gut in Hans hineinversetzen – und das ist es, was für mich ein gutes Buch ausmacht. 

 

Eine Leseprobe gibt es hier: Der Abiturball

Die Buchpräsentation im LadenBergen 

Weitere Rezensionen:

 

Zutiefst ehrlich und unverblümt geschrieben ziehen einem manche Passagen den Stecker. 

Rebecca B.

 

Sterne sieht man nur bei Nacht zu lesen, ist als höre man einem guten Freund zu. Bernhard schafft perfekt die Balance zwischen dem schwierigen Thema Krebs und der Romantik, den Zauber des Kennenlernens.

Sandra S.

 

Eine sehr bewegende Geschichte über Liebe, Freiheit und die großen und kleinen Familiendramen einfühlsam erzählt. Manche Orte meint man wiederzuerkennen, wenn man im Chiemgau unterwegs ist.

Mona H.

 

Hob scho lang koa Buch mehr so gern gelesn!

Katharina H.