Kirchanschöring

Die Gemeinde Kirchanschöring, das ist Fußball und Im Grünen, ist Meindl, Kultur und Open Air - Portrait eines außergewöhnlichen Dorfes

Anschöring, das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, war schon immer etwas anders. Schon beim Dorfnamen, bei dem die Einheimischen, und daran erkennt man sie, die "Kirch" konsequent außen vor lassen. Anschöring hatte, das wusste selbst Sepp Daxenberger, den ersten grünen Bürgermeister, auch wenn dieser ein schwarzes Parteibuch hatte. Und, dies hat die Gemeinde sogar Schwarz auf Weiß vom Bund attestiert, ist Anschöring, als eine soziale, innovative Gemeinde, ein Dorf mit Zukunft. Dass sich die Fußballer des SVK in den 70er Jahren, eine landesweite Sensation, mit den in der Landesliga spielenden Großstädten maß, war ebenfalls keine zufällige Episode. Sondern der Grundstein einer Entwicklung, die bis heute anhält: Der SVK ist auch heute noch die höchstklassigste Fußballmannschaft im Rupertiwinkl und Chiemgau. Und dabei spielte der bekannteste Fußballer des Ortes in seinen besten Jahren gar nicht für den SVK, sondern gewann unter dem Namen Bernd Dürnberger mit dem FC Bayern sämtliche nationalen und internationalen Titel.

Anschöring ist ein Ort, in dem eine Jugendgruppe ein kleines Festival organisierte, das im Laufe der Jahre Zehntausende Menschen und Dutzende großartige Bands in den Ort lockte.

Vielleicht sollte man all dies über dieses kleine Dorf wissen, um sich auch nicht zu wundern, dass selbst in der Literaturgeschichte Anschöring eine kleine Rolle gespielt hat:

In den vierziger Jahren verschlug es die ausgebombte Schriftstellerin Luise Rinser, deren Onkel der in Anschöring hoch verehrte Pfarrer Georg Rinser war, in ein winziges Häuschen in Voglaich. Luise Rinser, die nach dem Krieg eine der meistgelesenen deutschen Schriftsteller war, hielt ihre Erinnerungen an die Anschöringer Zeit in ihrer Autobiographie "Den Wolf umarmen" literarisch fest. Die Anschöringer, vor allem jene, die zu einem Auftritt in dem Buch kamen, waren mit der literarischen Darstellung, die nicht unbedingt der Wahrheit entsprach, so ungehalten, dass es bis heute keine Erinnerung an die Schriftstellerin im Ort gibt. Selbst das Haus, in dem sie wohnte, ist inzwischen abgerissen.

Eine Episode, die sich einer Familienlegende nach zwischen meinem Großvater und Luise Rinser zugetragen hat, habe ich meinerseits literarisch festgehalten:

Die Schriftstellerin und der sture Zimmerer

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Geschichte und Geschichten über Kirchanschöring

Die Schrift-stellerin und der sture Zimmerer:

Nach Ende des zweiten Weltkrieges hatte mein Großvater, der Zimmere-rmeister Hans Straßer aus Kirchanschöring, eine Begegnung mit der deutschen Schriftstellerin Luise Rinser. 

Exodus

Die letzten Kriegstage und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Kirchanschöring. Eine anhand der historischen Begebenheiten recherchierte Geschichte. Hier klicken