Bernhard Dürnbergers Karriere beim FC Bayern Teil 3


Bernd Dürnberger, Stefan Dürnberger, Kirchanschöring
Dürnberger als junger Familienvater

Die Schafkopfkarriere

 

In der Saison 1979/80 kehrte mit Paul Breitner sein alter Schafkopfpartner zum FC Bayern zurück. Denn, auch wenn Breitner in sportlicher Hinsicht den Wipf überflügelt hatte, beim Schafkopfen war Dürnberger der unumstrittene Star bei den Bayern. Karl Heinz Rummenigge, der sich mit Dürnberger auf Auswärtsfahrten ein Zimmer teilte, sagte einmal über ihn: „Der Wipf ist übrigens der einzige Bayernspieler, der mit dem Schafkopfen mehr Geld verdient hat, als auf dem Fußballplatz.“

 

Die goldenen Achtziger

 

Als B-Nationalspieler holte Dürnberger mit den Bayern nach vier Jahren 1980 wieder den ersten Titel nach München. Die inzwischen von Pal Csernai geleitete Mannschaft mit den Führungsspielern Breitner und Rummenigge wurde Deutscher Meister. Mit dem Titel hatte eine neue, erfolgreiche Ära beim FC Bayern begonnen.

Die neue Saison begann für Dürnberger mit einem Ritterschlag: Einer der einflussreichsten Fußballkritiker im Land, Max Merkel, lobte ihn in den höchsten Tönen: „Mir ist in all den Jahren vor allem einer aufgefallen, von dem niemand spricht. Er spielt im Mittelfeld, hinten oder am Flügel. Ich habe ihn noch nie gehört, nur immer gesehen. Gestanden ist er nie, sondern nur gelaufen. Den Champagner mag er nicht. Viel lieber stemmt er mit seinen alten Maurer-Kollegen eine kräftige Maß Bier. Ich rede von Bernd Dürnberger. Er gehört wieder zu den Unentbehrlichen“, sagte Merkel.

Nach der Titelverteidigung 1981 folgte ein Jahr später der nächste Höhepunkt, diesmal beim Europapokal der Landesmeister. Die Bayern standen im Finale gegen Aston Villa und Dürnberger war optimistisch, dass der Pott, es wäre sein vierter Titel gewesen, wieder nach München kam. Trotz haushoher Überlegenheit verlor der FC Bayern mit 0:1.

Im selben Jahr feierte er sein 300. Bundesligaspiel im Trikot des FC Bayern. Jahr für Jahr hatte ihm das Management einen Stareinkauf vor die Nase gesetzt, Jahr für Jahr setzte sich der Wipf erneut durch. Weder Asgeir Sigurvinsson oder Norbert Nachtweih, noch Wolfgang Kraus konnten ihn verdrängen.

1983 war Dürnberger wieder in Topform und fiel sogar Alex Ferguson, damals Manager vom FC Aberdeen auf: „Am meisten überrascht hat mich Dürnberger. Er hat mir ausgezeichnet gefallen."

Wie so oft, wenn es sportlich glänzend lief, warf ihn eine schwere Verletzung erneut zurück: Beim Spiel „Vier gegen Vier“ riss er sich nach einem Pressball mit Bernd Martin das Innenband, die Saison war gelaufen.


Die letzte Saison

 

Die Saison 84/85 würde seine letzte sein, das war dem Vize-Kapitän des FC Bayern bewusst. Die schweren Verletzungen hatten an seiner Physis gezehrt und mit Sören Lerby hatte der FC Bayern erneut einen Hochkaräter für seine linke Mittelfeldposition eingekauft. Neuer Trainer war mit Udo Lattek jener Mann, der den Wipf einst nach München geholt hatte. Der Kreis schloss sich also.

Es kursierten wilde Gerüchte, wo Dürnberger seine Karriere beenden würde. Die USA, wo es Beckenbauer, Müller & Co. hingezogen hatte, schloss der bodenständige Bayer kategorisch aus. Eine Weile war Austria Salzburg im Gespräch, die Verhandlungen scheiterten aber aufgrund eines Dürnberger-Kontraktes mit Adidas. Blieb noch ein sensationeller Wechsel zum SV Kirchanschöring.

Seine zwölfte und letzte Saison krönte er mit seiner fünften Meisterschaft.

Beim letzten Spiel im Münchner Olympiastadion wurde Dürnberger von Vereinspräsident Willi O. Hoffmann mit dem goldenen Vereinsabzeichen mit Brillanten geehrt. Eine Auszeichnung, die vor ihm nur die Weltmeister Beckenbauer, Maier, Müller, Breitner, Schwarzenbeck und zuletzt Karl Heinz Rummenigge erhalten hatten.

Er kehrte dem Profifußball den Rücken und trug später tatsächlich wieder das Trikot des SV Kirchanschöring. Allerdings das der Alten Herren…  Zurück

Zum Schluss noch einige spektakuläre Tore: