Tipps für Nachwuchsautoren und Anfänger, die das Schreiben lernen wollen

Hilfreich: Eine Auswahl interessanter Fachbücher
Hilfreich: Eine Auswahl interessanter Fachbücher

Du bist ein junger Autor? Du möchtest Schriftsteller werden? Du schreibst Kurzgeschichten, hast vielleicht einen Roman begonnen und möchtest Dein erstes Buch schreiben und veröffentlichen?

Dann findest Du hier Tipps und Links, wie und wo Du Hilfestellungen zu Deinen ersten Schritten Richtung Schriftstellerei kannst.

Die wichtigste Lektion, die ein junger Autor lernen MUSS, ist auch gleichzeitig die schmerzhafteste: Jeder Text MUSS verbessert, verbessert, verbessert, überarbeitet, lektoriert werden!

Ich kenne keinen jungen Autor, der nicht überzeugt war, dass die Seiten, die er gerade geschrieben hat, von der Muse eines Genies höchstpersönlich aufs Papier gebannt wurden. Natürlich ist es wunderbar, wenn Texte durch etwas Magisches wie Inspiration entstehen. Gut müssen sie deshalb noch lange nicht sein.

Gut werden sie durch Korrektur. Erst wenn es im Originaltext vor roten und schwarzen Korrekturen nur so wimmelt, ist man auf dem guten Weg ein richtiger Schriftsteller zu werden.

Diese Lektion lernen einige auf die harte Tour, andere nie. Du lernst sie hoffentlich ab jetzt:

Schreiben ist Handwerk. Und ein Handwerk muss man erlernen. Man muss die Theorie erlernen, den Rest verfeinert man durch üben, üben, üben.

Ich möchte Euch anhand meiner Erfahrungen einige Bücher und Kurse nennen, anhand deren ich das Handwerk erlernt habe.

1. Lesen, lesen, lesen!

Ein Anfänger hat folgerichtig noch keinen eigenen Stil. Es, kann es hilfreich sein, Autoren zu lesen, deren Stil man mag und versuchen, diesen in den eigenen Texten zu imitieren. Meine Vorbilder findet Ihr hier

2. Literaturtheorie und Schreibwerkstatt

Es empfiehlt sich, als Anfänger an Schreibkursen teilzunehmen. Neben theoretischen Grundlagen lernt man auch andere Autoren kennen. Ein Netzwerk ist ausgerechnet im einsamen Beruf des Autors eine essentielle Angelegenheit.

 

Ich bin über die Literarische Sommerakademie Lisa in Schrobenhausen in die Schreiberszene gerutscht. Die Kurse werden von renommierten Autoren wie Norbert Niemann oder Edda Ziegler geführt.

Da man bereits eine gewisse Schreiberfahrung haben sollte, empfehlen sich für den Anfang auch die Kurse des Freien Literaturprojektes München. Die Theoriekurse zu unterschiedlichsten Themen unter Arwed Vogel haben mir persönlich am meisten weitergeholfen. Auf der Homepage findet man regelmäßig Schreibübungen!

Natürlich gibt es auch im Chiemgau interessante Schreibkurse, das Niveau der Münchner Angebote ist aber noch einmal deutlich höher.

 

In den Textwerkstätten werden schließlich die eigenen Texte von kritischen Zuhörern und vom Dozenten konstruktiv besprochen. Es tut jedem Autor, dem die Mama, die Freundin und der Lieblingsdeutschlehrer stets attestiert haben, wie toll sein Text ist, zunächst weh, kritisiert zu werden. Aber die Texte werden besser. Versprochen!

3. Bücher über das Schreiben

Es gibt eine unüberschaubare Fülle von Büchern über das Schreiben. Deshalb hier meine ganz subjektive Empfehlung von Büchern, die mir als Hilfe sehr nützlich erschienen:

 

Der Roman von Arwed Vogel (siehe Freies Literaturprojekt München)

 

Einführung in die Erzähltheorie (Matias Martinez)

 

Deutsche Stilistik (Bernhard Sowinski) – für alle Germanistikfreaks

 

Sehr unterhaltsam ist es auch zu lesen, wie erfolgreiche Autoren das Schreibhandwerk gelernt haben. z.B. Stephen King – Das Leben und das Schreiben. Oder Thomas Glavinic: Meine Schreibmaschine und ich

Wenn Ihr aus der Region seid und weitere Info wünscht, schaut doch mal auf die Homepage der Chiemgau Autoren e.V. die treffen sich regelmäßig und kommen gerne auch mit Nachwuchsautoren ins Gespräch!

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