Chiemgauer Kultbands: gentscha aus Kirchanschöring

gentscha aus Kirchanschöring
gentscha aus Kirchanschöring

Als Ende der Neunziger Jahre in den Teenagerkellern Oberbayerns die Nirvana-Poster gegen Tocotronic ausgetauscht wurden, formierten sich selbst in kleinsten Dörfern interessante Musikformationen. Eine dieser Independent-Bands, die bis heute einen Eindruck hinterlassen haben, waren gentscha aus Kirchanschöring.

Die neuen Helden im Jahr 1997 waren die Bands der Hamburger Schule. Aber auch die damals noch weitgehend unbekannten Sportfreunde Stiller und Heinz aus Wien.

Gentscha gründete sich im Sommer 1997 aus den Schülern / Azubis Daniel Wallner, Tobias Kraller und Tobias Löffler. Die Texte waren auf Deutsch, handelten vom Teenageralltag, von Tageslichtprojektoren und Stylisten. Die Musik war einfach, eingängig und gitarrenlastig. Dass gentscha zunächst ohne Bassist spielte, gehörte zum Selbstverständnis der Band, anders sein zu wollen.

Die Auftritte von gentscha unterstrichen diese Attitüde. Das erste Konzert fand gleich in einem Waldstück an der Ache statt, unangemeldet natürlich, dennoch laut genug, dass ganz Kirchanschöring daran teilhaben durfte.

Ausgerechnet die Musiker der heimischen Lokalmatadoren „Die Springer“, gegen die gentscha rebellieren wollte, verhalfen der Band zu ihrem ersten großen Auftritt in der Schulturnhalle Kirchanschöring.

Rebellion hin oder her, bald war klar, dass Gitarrenmusik ohne Bass nicht funktioniert und gentscha wurde durch Bassist Bernhard Mayer komplettiert.

Es folgten stets legendäre Auftritte zwischen Freilassing und München. Eine EP wurde eingespielt. Nach vier Jahren war schließlich wieder Schluss. Bis heute warten Fans auf ein Reunions – Konzert.

Link zur offiziellen Homepage: www.gentscha.de

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