Der Klobenstein bei Kössen

Der Klobenstein bei Kössen
Der Klobenstein bei Kössen

 

Der Klobenstein bei Kössen, direkt an der Tiroler Ache gelegen, ist die bekannteste Sehenswürdigkeit am Schmugglerweg zwischen Ettenhausen und Kössen. Nicht zu verwechseln mit dem Traunsteiner Klobenstein gibt es auch hier eine ähnliche Sage bezüglich eines Felsens, der in zwei Teile gebrochen ist und dadurch einem Menschen das Leben gerettet hat.

Den Kössener Klobenstein kann zwar mit dem Auto erreichen. Dann verpasst man allerdings eine der schönsten Wanderungen im Chiemgau:

Entlang des Schmugglerwegs zum Klobenstein

Der Wasserfall am Schmugglerweg
Der Wasserfall am Schmugglerweg

 

Ausgangspunkt der Wanderung über den Schmugglerweg zum Klobenstein ist der Parkplatz in Ettenhausen bei Schleching. 

Nach etwa zwanzig Minuten Gehweg weist die ausführliche Wanderwegbeschilderung gleich auf die ersten beiden Highlights hin: Ein Wasserfall und eine "Schöne Aussicht". Was sich dahinter wohl verbirgt?

Wir folgen zunächst dem Wegweiser Richtung Wasserfall. Der Weg führt vorbei an einem größeren Fischweiher. Hier kann man mit etwas Glück den Fischern beim Angeln zuschauen oder - wer die Brotzeit vergessen hat - sich einen Fisch kaufen.

Im Wald erreicht man schließlich den Wasserfall des "Totermann-Baches". Der trägt den Namen allerdings nicht, weil darin tote Schmuggler herausgefischt werden, sondern vermutlich eher weil darin das keltische Wort für "Thor" steckt.

Wer möchte, kann auf dem Weg zurück zur Forststraße noch der Beschilderung zur "Schönen Aussicht" folgen. Wenig überraschend geht es zunächst tatsächlich bergauf, wo man auch wirklich eine schöne Aussicht auf die Tiroler Ache und die Rafting-Fahrer hat. Der Feldweg führt bis hinunter zum Fluss wo man gerne die Füße im eisig klaren Gebirgswasser kühlen kann.

Auf dem Schmugglerweg Richtung Kössen

Die Hängebrücke zwischen Schmugglerweg und Klobenstein
Die Hängebrücke zwischen Schmugglerweg und Klobenstein

 

Der alte Schmugglerweg führt zunächst gemütlich an einigen Weiden vorbei. Besonders Radfahrer und Mountainbiker sollten sich hier nicht täuschen lassen: Nach einer Weile wandelt sich die gut bebaute Forststraße in einen steilen Bergpfad. Kein Wunder, es ist ja schließlich der Schmugglerweg und nicht die Fußgängerzone. Wer sein Mountainbike nicht einige hundert Meter schleppen möchte, sollte es lieber stehenlassen.

Wie es der Name Schmugglerweg bereits andeutet, überquert man während der Wanderung die Grenze zwischen Chiemgau und Tirol beziehungsweise Deutschland und Östereich. Aber keine Angst, kontrolliert wird inzwischen nicht mehr.

Die Hängebrücke zwischen Schmugglerweg und Klobenstein
Die Hängebrücke zwischen Schmugglerweg und Klobenstein

 

 

Eine etwas wackelige aber zum Glück äußerst stabile Hängebrücke führt über die Entenlochklamm der Tiroler Ache. Die Klamm ist zwar etwas breiter wie eine Ente aber man ahnt, dass an dieser engsten Stelle im Lauf der Tiroler Ache während Hochwasserzeiten immer ein Gefahrenpunkt für Überschwemmungen ist.

Von der Hängebrücke hat man einen tollen Blick auf das grünlich schimmernde, wild fließende Wasser. Meist kann man hier auch Rafting- und Kajakfahrern zuschauen.

Klobenstein mit der Maria-Hilf-Kirche
Klobenstein mit der Maria-Hilf-Kirche

Auf der anderen Seite der Hängebrücke sieht man schon das Gasthaus zum Klobenstein, die namensgebenden beiden zerklüfteten Felsen - und die Mariahilf-Kirche.

Der Sage nach war einmal eine alte Frau auf dem Weg von Kössen nach Marquartstein. Ein Felsblock drohte auf sie herabzustürzen. Die Frau bat die Heilige Maria Mutter Gottes um Hilfe. Da zerfiel der Fels in zwei Hälften. Die Trümmer blieben neben der Frau am Boden liegen. Die beiden "zerklobenen Steine" wurden zu einem Wallfahrtsort.

 

Wer neben dem Kössener Klobenstein auch den Traunsteiner Klobenstein besuchen möchte, der schaut mal hier rein!

 

Weitere Links:

Den Klobenstein findet man hier:

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Kommentare: 1
  • #1

    Christina (Donnerstag, 10 Mai 2018 16:06)

    Sehr schöne Beschreibung! Die Hängebrücke war leider beim Hochwasser 2013 auch wieder gesperrt!