Chronik des SV Kirchanschöring

Die Sechziger Jahre

SVK Kirchanschöring
Die Meistermannschaft von 61

Im Jahr 1959 löste eine Gruppe junger begabter Jugendspieler die alte Riege ab, gleich sieben Nachwuchsspielern gelang der Sprung in die Erste Mannschaft. Dem verjüngten Team gelang auf Anhieb der zweite Platz in der Meisterschaft.

Zwei Jahre später erkämpft sich diese nächste großartige Generation den ersten sportlichen Erfolg: 1961 erringt der SVK ein zweites Mal den Meistertitel in der C-Klasse. Der Aufstieg in die B-Klasse ist der größte Erfolg des SVK bis dahin. Es soll nicht der einzige bleiben.

 

Wilde Spiele in Schönau

SVK SV Kirchanschöring
Das Team der 60er Jahre

Wie wild es in den sechziger Jahren zugehen konnte, zeigt ein Bericht aus dem Jahr 1964 über eines der brisanten Duelle des SVK in Schönau: Bei den Anschöringern ging es um die Verteidigung der Tabellenführung. Obwohl der SVK das Spiel machte, lag Schönau zur Pause mit 1:0 in Führung. Kurz nach dem Wiederanpfiff wurde Anschörings Kraller in torreifer Situation vom Schönauer Gareis so schwer gefoult, dass Kraller verletzt ausgewechselt werden musste. Den fälligen Freistoß donnerte Helmut Singhartinger zum Ausgleich ins Netz. Es brodelte auf beiden Seiten. Schönau drängte mit dem Anstoß sofort auf den Ausgleich. Ein langer, auf Gareis geschlagener Pass, landete beim aufmerksamen Torwart Neidl, der trotzdem vom ungestümen Gareis umgetreten und verletzt wurde. SVK Verteidiger Sebastian Straßer hatte offensichtlich von Gareis grober Spielweise genug, lief über das halbe Spielfeld und versetzte dem Schönauer eine gut bayerische saftige Watschn.

Im Tumult, der jetzt ausbrach, Zuschauer stürmten das Spielfeld, zeigte der Schiri nicht nur Straßer, sondern auch Geierstanger die Rote Karte, musste seine Fehlentscheidung nach lautstarken Protesten revidieren. Erst nach Minuten im totalen Chaos konnte das Spiel wieder fortgesetzt werden. Es endete leistungsgerecht 2:2, diese Nebensächlichkeit nur der Vollständigkeit halber… 

Der neue Sportplatz an der Laufener Straße

SVK SV Kirchanschöring
Die Meistermannschaft von 66

Im Jahr 1965 wechselte der Verein auf den neuen Sportplatz an der Laufener Straße, der internationalen Maßstäben entsprach und zur neuen Heimat der Fußballer wurde.

Der neue Platz brachte dem Verein sofort Glück, dem SVK gelang in der Saison 65/66 aus aussichtsloser Lage nach einem harten Wintertraining der Aufstieg in die A-Klasse.

Ein Kuriosum der Mannschaft war, dass fast die Hälfte der Feldspieler den Nachnamen Straßer trug: Die Brüder Hans und Sebastian Straßer, dazu Toni Straßer und Alois Straßer. Mit Hans Geierstanger und Helmut Singhartinger feierte die Mannschaft auch in der A-Klasse zunächst furiose Erfolge, ehe der Kräfteverschleiß der Vorsaison die Leistung einbrechen ließ.

Die kommenden Jahre etabliert sich der SVK in der A-Klasse.

Zu den großen Duellen dieser Zeit gehörten die Derbys gegen die Kreisstadt Laufen, bei denen es regelmäßig zu Zuschauertumulten und Polizeieinsätzen kam. Und natürlich die Duelle gegen den ESV Freilassing.  Weiterlesen