Der Aufstieg in die Bezirksliga 1998

Das letzte Jahr unter Franz Gruber

Kirchanschörings Sportler des Jahres 1997: Manfred Abfalter
Kirchanschörings Sportler des Jahres 1997: Manfred Abfalter

Die verpasste Meisterschaft

SV Kirchanschöring Reserve
Sie hatten bereits Grund zum feiern: Der Reservemeister 1998

Die Rückrunde startete mit dem Knaller der A-Klasse 2 gegen den Tabellenführer Schönau. Der große Wurf gelang dem SVK wieder nicht, es blieb bei einem torlosen 0:0 und die Verantwortlichen übten sich in Durchhalteparolen: „Wir schaffen den Aufstieg noch!“ Ein enormer Druck baute sich auf, den die Spieler nun zu spüren begannen. Die kommenden Spiele wurden zu einer Tour de Force. Kurzzeitig stand man wieder auf Rang Eins, dann strauchelte man gegen Bruckmühl. Als die Gelb-Schwarzen trotz Überzahlspiel auch zu Hause Grassau unterlagen, tobte Gruber, der SVK sei noch nicht reif für den Aufstieg. Böse Erinnerungen an das Vorjahr wurden wach.

 

Im wichtigsten Spiel des Jahres trat man in Nußdorf gegen den Tabellenführer an. Die Reserve machte im Vorspiel die Meisterschaft fix und schrie sich für die Erste die Kehlen heiser. Mit Erfolg, der SVK siegte 2:0 und sicherte sich so Platz Zwei. Wieder ging es in die Relegation. 

Ein legendäres Team

Sorgte für Spielfreude: Ludwig Abfalter
Sorgte für Spielfreude: Ludwig Abfalter

Trotz sportlicher Achterbahnfahrt war es längst legendäre Saison. In keinem Jahr wurde so viel und ausgelassen gefeiert wie in dieser Saison. Ein Maibaumaufstellen im Oktober, eine Weihnachtsfeier im August, ein Laternenzug im Sommer, ein Helmball zementierten den legendären Ruf dieser Mannschaft. Popstar Günter Wimmer griff regelmäßig zur Gitarre, Szenenachtschwärmer wie Hans Obermayer, Lugge Abfalter, Roots Club DJ Mak Tiefenböck sorgten dafür, dass die jungen Leute der Region Samstags nicht nur zum Fussballschauen nach Anschöring pilgerten. Renates Stüberl war eines derangesagtesten Szenelokale der Region. Coach Gruber ließ seine jungen Wilden meist an der langen Leine. Die Mannschaft stimmte, auf und neben dem Platz.

 

Jetzt, zu den Aufstiegsspielen, kehrte der Ernst zurück und Christian Settele sah sich genötigt, in der Lokalpresse zu titeln: "Bierverbot beim SVK!"

Die Aufstiegsduelle und der Klassiker gegen Buchbach

Die legendäre Aufstiegsmannschaft 1998
Die legendäre Aufstiegsmannschaft 1998
Franz Gruber wurde zum Abschied als Aufstiegstrainer gefeiert
Franz Gruber wurde zum Abschied als Aufstiegstrainer gefeiert

Es kam also zum großen Endspiel in Obing gegen den Rivalen vom TSV Buchbach. 1300 Zuschauer ließen sich diesen Klassiker nicht entgehen und sahen ein historisches Spiel des SVK. Die Gelb-Schwarzen, die nach der Blamage im Vorjahr hochkonzentriert begannen, fegten die ersten 25 Minuten nur so über Buchbach hinweg. Das fällige 1:0 fiel aber erst kurz vor der Pause durch Günter Wimmer. Nach dem Seitenwechsel drängte das Team von Anton Bobenstetter auf den Ausgleich. Eine Viertelstunde war gespielt, als Hansi Obermayer die Drangphase mit dem vorentscheidenenden 2:0 beendete. Kurz darauf erhöhte Günter Wimmer mit Saisontreffer Nummer 28 sogar auf 3:0. Das Spiel war durch, Buchbach verkürzte zwar noch auf 1:3, aber niemand konnte den SVK mehr aufhalten. Nach dem Schlußpfiff spielten sich unbeschreibliche Szenen ab. So lange hatten die Kirchanschöringer auf den Aufstieg in die Bezirksliga hingearbeitet.  Mit dem Sieg über Buchbach brachen sämtliche Dämme. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen und die darauffolgenden Tage und  Nächte wurde das rauschendste Aufstiegsfest gefeiert, das Anschöring bis dahin gesehen hatte. Weiterlesen

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