Kriegsgräberstätte am Hohen Kreuz in Traunstein

Die Kriegsgräberstätte im Herbst
Die Kriegsgräberstätte im Herbst

Der schönste Aussichtsort in Traunstein ist ausgerechnet ein Friedhof. Hoch über der Traun und den Dächern der Stadt, zwischen dem Hohen Kreuz und Hallabruck, hat man in den fünfziger Jahren die Kriegsgräberstätte angelegt. Trotz seiner außergewöhnlich malerischen Lage ist der Friedhof ein ruhiger, wenig frequentierter Ort des Gedenkens.

Die Geschichte der Kriegsgräberstätte

Blick aus der Kapelle
Blick aus der Kapelle

Es ist der 30. Mai 1954. Ein eisig kalter, regnerischer Frühlingstag. Tausende Menschen aus ganz Deutschland sind nach Traunstein gereist, um der Eröffnung der neu errichteten Kriegsgräberstätte beizuwohnen. Über tausend Weltkriegstote aus 73 verschiedenen Gemeinden wurden hier hinauf, an Traunsteins schönsten Ort umgebettet. Die Menschen frieren. Familie Baumann, die einzigen Anwohner des neuen Friedhofes, bieten warme Getränke und Würstel an, das Café Baumann wird es noch einige Jahrzehnte geben und den Friedhof zu einem beliebten Ausflugsziel über den Dächern der Stadt machen.

 

Trotz der malerischen Lage ist der Friedhof ein Ort der Mahnung und des Gedenkens. Neben den zahllosen Kriegstoten sind hier auch 26 Soldaten des Ersten Weltkrieges und die 57 Opfer des Bombenangriffs auf die Stadt Traunstein begraben.

Die Lage der Kriegsgräberstätte

Die Aussicht auf Traunstein
Die Aussicht auf Traunstein

Den Friedhof erreicht man am besten zu Fuß. Von der Traunbrücke an der Gasstraße kommend, bietet es sich an, Richtung Ettendorfer Stiege zu spazieren, biegt aber kurz vorher zum Schützenheim ab und wandert steil bergauf in Richtung des Hohen Kreuzes. Von dort sieht man bereits die Kapelle des Friedhofes, in der eine Statue des Erzengels Michael daran erinnert, dass man sich auf geweihten Boden befindet.

Am Friedhof hat man eine perfekte Sicht auf das Traunsteiner Stadtensemble und die Chiemgauer Alpen auf der einen und das Ettendorfer Kircherl auf der anderen Seite.

Geocaching an der Kriegsgräberstätte

Ab und an sieht man am Friedhof Suchende, die ein GPS Gerät oder Handy benutzen, und angestrengt nach etwas Ausschau halten.

Des Rätsels Lösung ist, dass auf dem Gelände des Friedhofes ein Geocaching – Schatz versteckt ist. Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der man nur eine GPS Koordinate erhält und einen „Schatz“, in diesem Fall, eine kleine Dose suchen muss. In der Dose befindet sich in der Regel eine Liste, in die man sich als erfolgreicher Finder eintragen kann.

Die Kriegsgräberstättel ist hier:

Weiter zum Klobenstein

Weiter zur Augenkappelle

Weiter zum Ettendorfer Kircherl

 

Zurück zur Startseite