Der SVK unter Günter Heberle und Robert Berg

Die Zeit nach Stefan Hafner sollte der neue Trainer Michael Kaiser vom DFB Stützpunkt gestalten. Mit frischen Spielern wie Christian Heinrich aus der eigenen Jugend oder den neuen Torwart Georg Bobenstetter wollte sich der SVK weiter in der Bezirksoberliga etablieren. Offizielles Ziel: „Klassenerhalt“. Bis zur Winterpause war dies auch hervorragend gelungen: Der SVK stand auf einem hervorragenden sechsten Tabellenplatz.

 

Eine spektakuläre Saison – sowohl im Guten wie im Schlechten – erwischte die Reserve. Als Kreisligist startete das Team der Spielertrainer Abfalter / Kendler äußerst selbstbewusst in die neue Saison. Da der SVK 2 inzwischen in einer Liga mit den Nachbardörfern spielte, fühlte man sich weniger als „Zweite“ Mannschaft, sondern ein wenig als „SVK der Herzen“. Und eine Weile spielte die Mannschaft um Spielführer Joe Steinmaßl wie beflügelt auf.

 

Absoluter Höhepunkt der Saison war der 2:1 Sieg gegen den SV Aschau am 7. Oktober. Matchwinner war – Nomen est omen – Sepp Aschauer. Der SV Kirchanschöring 2 feierte ausgelassen die Vorrunden-Meisterschaft. Der eine und andere Fan der „Resi“, wie die Zweite liebevoll genannt wurde, träumte sogar schon vom Aufstieg in die Bezirksliga. Es blieb bis heute der größte Erfolg in der Geschichte der zweiten Mannschaft. Die restliche Saison ging es für die Zweite stetig bergab: Zahlreiche Verletzungen in beiden Teams sorgten dafür, dass die Veteranen der Zweiten in der Bezirksoberliga aushelfen mussten – in der Vorrunde war es noch umgekehrt gewesen. Zur Winterpause war die Zweite auf Rang fünf abgestürzt. Nach der Winterpause lief es nicht besser. Durch das ständige Rotieren fand das Team keine Konstanz mehr und taumelte in der Tabelle nach unten. Der Abstieg konnte nur mit Mühe verhindert werden.

Nicht viel glücklicher agierte der SVK in der Bezirksoberliga. Trainer Kaiser entschied aufgrund der guten Vorrunde, die zukunftsweisende Umstellung auf eine Vierer – Abwehrkette. Daran hatte sich der SVK schon unter Hermann Lindner einmal die Zähne ausgebissen. Der Kirchanschöringer Chaos-Wochen endeten in der Trennung von Trainer Michael Kaiser. Als Interimscoach übernahm Rudi Gaugler das Ruder. Da es auch ihm nicht gelang, den SVK zu stabilisieren, kam es bereits im April zum eigentlich erst für Sommer angestrebten Trainerwechsel: Günter Heberle übernahm. Mit dem Ex-Bundesligaspieler Heberle hatte der SVK nicht nur einen hervorragenden Fußballehrer und absolut fußballverrückten im Team, sondern auch einen erstklassigen Fußballspieler. Dennoch gelang nach einem durchwachsenen Saisonendspurt erst im letzten Spiel gegen den Mitkonkurrenten Olching und einem fulminanten 5:3 Heimsieg der endgültige Klassenerhalt. Gerhard Feil, einer der Hauptakteure des SVK in dieser Zeit, erinnert sich gerne an dieses Spiel als einen der absoluten Höhepunkte dieser Saison zu dem er zwei Treffer beitrug.

Fotos SV Kirchanschöring 2006/07

Der Beginn der Ära Berg/Heberle

Verabschiedung Ludwig Abfalter
Verabschiedung Ludwig Abfalter

Günter Heberle war es bereits gelungen, den SVK in der Bezirksoberliga zu halten. Nun wurde das Trainerduo der Zukunft mit dem gleichberechtigten Spielertrainer Robert Berg vervollständigt. Unter den Neuzugängen war auch ein weiterer Spieler, der den SVK die kommenden Jahre eng begleiten sollte: Stephan Schmidhuber. Beste Voraussetzungen also für die neue Saison 2007/08. Da die erste Partie gegen Eichstätt gleich überraschend gewonnen war, ging man mit viel Selbstvertrauen in die Fortsetzung des Derby-Klassikers gegen den ESV Freilassing. Dort geriet man allerdings mit gleich 0:5 gewaltig unter die Räder. Als auch aus den nächsten Partien nur 1 Punkt aus fünf Spielen geholt wurden, begann es intern sogleich wieder zu Brodeln. Die Systemfrage wurde gestellt.

Waren die Spieler fit genug? Doch bereits beim Spiel gegen den SV Erlbach gelang dem SVK eine spektakuläre Wende: War man zur Halbzeit noch 0:2 zurückgelegen, konnte man das Spiel noch drehen und 5:4 gewinnen. Es folgte eine Serie von 9 ungeschlagenen Spielen und zur Pause lag der SVK auf einem hervorragenden dritten Platz. 

Die Zweite setzte ihrerseits den Abstiegstrend fort. Nichts war mehr zu spüren von der Euphorie aus dem Vorjahr. Nach der Vorrunde stand die Zweite statt auf dem Ersten nun auf dem Letzten Platz.  Am Ende reichte es nur für den Vorletzten Rang und der Abstieg in die Kreisklasse war besiegelt.

In der Bezirksoberliga spielte der SVK konstant im oberen Drittel mit. Am Ende landete das Trainergespann Heberle/Berg auf einem respektablen vierten Rang. 

Fotos 2007/08

Highlight: SV Kirchanschöring - ESV Freilassing

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