Spaziergang an der Traun

Der schönste Spaziergang in Traunstein führt an der Traun entlang stadtauswärts zur alten Panzerstraße. Er bietet all die Eigenschaften an, die Traunstein bei den Chiemgauern und Urlaubern so beliebt macht: Außergewöhnliche Bauwerke, heimatkundliche Geschichte, aber vor allem eines: idyllische Natur!

Auf Thomas Bernhards Spuren wandern

Ausgangspunkt des Spazierganges ist das Traunsteiner Viadukt. 

Noch befindet man sich mitten in der Stadt, nicht weit weg vom Bahnhof. Aber hier kippt der urbane Teil der Stadt bereits sichtbar in die berühmte Chiemgauer Natur: Die Traun schlängelt sich gemächlich aus der Stadt hinaus und auf der anderen Seite türmen sich schon die Wälder und die Weinleite auf. 

Das Viadukt ist nicht nur ein imposantes Bauwerk, es ist auch in der Literatur verewigt: Thomas Bernhard beschreibt es in seinen literarischen Erinnerungen "Ein Kind".


Weitere informative Tipps und Sehenswürdigkeiten gibt es im Buch "111 Orte im Chiemgau die man gesehen haben muss" von Dorothea Steinbacher.

Unterstützen Sie die Chiemgauseiten und nützen Sie gleich diesen Link:


Über Bad Empfing zu den Schrebergärten

Der Spaziergang führt, immer der gemächlichen Fließrichtung der Traun folgend, Richtung Bad Empfing. Auf der linken Seite sieht man bald die unscheinbare Augenkapelle. Deren Quelle wird eine besondere Heilwirkung nachgesagt und die die kleine Kapelle ist bei den Traunsteinern sehr beliebt.

Das bald folgende riesige Gebäude gehörte einst zu den Kuranlagen des Wildbad Empfings. Vom einst so mondänen Wildbad, das zu Ludwig Thomas' Zeiten florierte, ist nichts mehr zu erahnen. Nur das historisch schön erhaltene Gebäude daneben erinnert noch an den alten Glanz, als Empfing noch ein "Bad" im Titel trug. 

Durch eine kleine Unterführung unterquert man die Straße und hat die Schrebergärten von Empfing erreicht. Wenn sie nicht von Jahrhunderthochwasser überschwemmt sind, bieten sie eine kleine Leistungsschau der Traunsteiner Kleingärtner. 

Auf der rechten Seite tut sich bald eine große Sandbank auf. Hier ist im Sommer ein beliebter Bade- und Grillplatz der Traunsteiner.

Der Klobenstein

Weiter geht es entlang einer Streuobstwiese, in der vor allem im Sommer zahlreiche Insekten durch die Luft schwirren. 

Für die nächsten hundert Meter kann es zu mancher Geruchsbelästigung kommen, man befindet sich nämlich im Duftbereich der Traunsteiner Kläranlage. 

Dafür wird man bald mit dem Klobenstein entschädigt. Der Klobenstein ist nicht nur ein wunderschöner Aussichtspunkt, sondern auch ein Kraftort der zum stillen Verweilen einlädt.

Über das Altwasser wieder zurück

Wer noch gut zu Fuß ist, der kann den Weg entlang der ehemaligen Panzerstraße weiterspazieren: Ab hier spaziert man durch herrliche Natur - die Traun erinnert an manchen Stellen gar an Alaska und man kann den Fliegenfischern bei ihrer Arbeit zusehen. Getrübt wird die natürliche Idylle allerdings von der gewaltigen Brücke der Ortsumfahrung. Freunde der modernen Architektur kommen andererseits ganz auf ihre Kosten.

An der Brücke führt der Weg in einer Schlaufe nach oben. Hier kann man einen der Forstwege nach links einschlagen und den Weg oberhalb des Klobensteines wieder zurück gehen.

Es bietet sich an, die Steiltreppe am Klobenstein wieder hinunter zu spazieren. 

Dort nimmt man aber nicht den Weg zurück über die Brücke, sondern folgt dem Pfad entlang des Altwassers.

Der kurze Weg entlang des stilliegenden Gewässers ist noch einmal ein besonderes Naturerlebnis. Für einige hundert Meter findet man hier unberührte Natur vor. Dann wird aus dem Altwasser ein Fischweiher. 

Der Weg mündet in Empfing und bald befindet man sich wieder auf bekannten Wegen. Von hier aus geht es zurück zum Viadukt.

Hier gibt's weitere geheimnisvolle Orte in Traunstein

Zurück zur Startseite

Der Spaziergang ist auch in folgendem Buch beschrieben:

Sterne sieht man nur bei Nacht / Ebook

Die Stadt, der Frühling, ein Hauch von Liebe und die Diagnose: Hans' Mutter hat Krebs. Statt sich in die schöne Ellis zu verlieben, stürzt er sich ins Chaos des Lebens. Feiern, Reisen, Weglaufen. Wie kann man das Leben ertragen, wenn die Mutter bald sterben könnte? Als er Loni Schneider, die Freundin seines Kumpels kennenlernt, hofft er, sie könnte die Antwort darauf sein. Doch er verliebt sich in sie. Während seine Mutter um ihr Leben kämpft, kämpft Hans mit der Liebe. Bernhard Straßers zweiter Roman über das Leben und das Erwachsensein spielt wieder in einer bayerischen Kleinstadt im Chiemgau. Außerdem entführt er seine Leser diesmal nach Paris und Nürnberg, auf das South-Side und das "Festival-Im Grünen".

 

Format: Ebook

5,99 €

  • verfügbar
  • 1 - 3 Tage Lieferzeit

Bitte tragen Sie sich ins "Gästebuch" ein!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0