Wiederauferstehung eines Wahrzeichens: Der Traunsteiner Jacklturm

Der Traunsteiner Jacklturm
Der Traunsteiner Jacklturm

Der Jacklturm ist neben der Pfarrkirche das Wahrzeichen und bekannteste Baudenkmal Traunsteins. Mit Sicherheit ist der Jacklturm das nicht nur optisch herausragende Gebäude der Traunsteiner Altstadtfassade und das vielleicht beliebteste unter den Bürgern und meist fotografierte unter den Touristen. 

Umso erstaunlicher muss es Urlaubern und heutigen Traunsteiner Teenagern erscheinen, wenn sie im Torbogen des Jacklturmes eine Gedenktafel an den Wiederaufbau 1999 entdecken. Heute unvorstellbar, aber ein Fakt: Fast 150 Jahre lang, bis Ende der 90er Jahre, klaffte dort, wo der Jacklturm einst und heute steht, ein Loch in der Altstadtfassade.

Der Wiederaufbau des Jacklturmes ist einigen wenigen mutigen Liebhabern zu verdanken.

 

Die Geschichte des Jacklturms

Lindlbrunnen, Maibaum, Jacklturm: Der Traunsteiner Stadtplatz
Lindlbrunnen, Maibaum, Jacklturm: Der Traunsteiner Stadtplatz

Als "unterer Turm" der spätmittelalterlichen Stadtmauer existierte der Jacklturm bereits seit dem 14. Jahrhundert. Bereits einmal in seiner Geschichte musste er abgebrochen und wieder aufgebaut werden, im Jahr 1548. 

Seine Hauptaufgabe bestand bald in der Ausschau nach Brandherden. Ein Nachtwächter schlug im Brandfall mit der Glocke im Turm Alarm. 

Schon damals war der Jacklturn bewohnbar, er beherbergte einen Türmer. 

Während der Turm den Stadtbrand 1704 schwer beschädigt überstand, bedeutete der verhehrende Brand vom April 1851 das Ende des Jacklturmes. 

Das schmale Tor des Turmes wurde als Verkehrshindernis angesehen und trotz verzweifelter Proteste der Traunsteiner Bürger wurde die Ruine des Turmes abgerissen.

Eine mickrige marmorne Gedenktafel blieb einzig als Erinnerung an den „imposanten Turm“

Der Wiederaufbau des Jacklturms

Selbst moderne Stadtansichten zeigen Traunstein ohne Turm.

Fotos gibt es dennoch nur wenige, weil die Ansicht auf die Stadtfassade ohne Turm einfach nicht postkartentauglich war. Vergessen wurde der Jacklturm in der Bevölkerung allerdings nie. 

Ein leidenschaftlicher Verein der "Freunde Alt-Traunsteins" gründete sich in den 80er Jahren. 

Trotz erheblicher Widerstände gelang es dem Verein, allen voran Max Burghartswieser, den Wiederaufbau des verlorenen Wahrzeichens voranzutreiben. 

1998 begannen die Bauarbeiten nach originalen Bauplänen, im Mai 2000 wurde der Jacklturm feierlich wieder eingeweiht. 

Die Aussicht vom Jacklturm:

Der Jacklturm Heute

Bereits zum zehnjährigen Jubiläum war der Jacklturm nicht mehr von der Stadt wegzudenken. Und selbst die größten Bedenkenträger können sich die Stadt nicht mehr ohne Jacklturm vorstellen.

Heute befinden sich Büros und Wohnungen im Jacklturm. Mit etwas Glück lädt der Verein der Freunde Alt-Traunsteins oder der FC Bayern Fanclub Traunstein in die oberen beiden Stockwerke ein. Dort kann man in den Genuss der einmaligen Aussicht auf die Stadt Traunstein genießen.

Jacklturm mit Hochfelln im Hintergrund
Jacklturm mit Hochfelln im Hintergrund

Der Jacklturm ist hier:

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