Gemütlicher Flecken Erde über den Dächern der Stadt: Die Traunsteiner Weinleite

Die Weinleite im Winter
Die Weinleite im Winter

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten am Traunsteiner Stadtrand ist für sich gesehen gar nicht allzu sehenswürdig. Ein schmaler Pfad, einige Sitzbankerl und ein Naturwald. Dennoch ist die Weinleite, hoch über den Dächern der Stadt, einer der geheimen Orte in Traunstein, die man unbedingt einmal besucht haben muss. Einerseits, weil man von der Weinleite eine grandiose Aussicht auf die Altstadt hat. Und, ebenfalls nicht zu verachten, weil an der Weinleite ein mildes Mikroklima herrscht: Sobald die Sonne scheint, ist es an diesem lieblichen Hang stets ein paar Grad wärmer als im restlichen Traunstein. Besonders an lichtarmen Wintertagen empfiehlt es sich, dort auf einer Bank die letzten Sonnenstrahlen und die wunderschöne Aussicht zu genießen.

 

Historisches über die Weinleite

Die historische Aussicht der Weinleite auf einer alten Postkarte
Die historische Aussicht der Weinleite auf einer alten Postkarte

Wie es der Name bereits vermuten lässt, wurde vor Hunderten von Jahren an diesem Hang am Traunhochufer tatsächlich Wein angebaut, wahrscheinlich bis ins 13. Jahrhundert hinein.

Noch vor hundert Jahren war die Weinleite unter Kurgästen und Sommerfrischlern ein beliebtes Ausflugsziel, die dort im Café Weinleite, das heute nicht mehr existiert, die Aussicht genießen konnten.

Zudem entspringen an der Weinleite mehrere Quellen, die einst die Unterstadt mit Trinkwasser versorgten. Die Kendlangerquelle wird über die Ettendorfer Straße zur Traun abgeleitet.

 

Die Künstler und die Weinleite

Walter Niederberger: Die Weinleite am Morgen. Kalender zugunsten der Traunsteiner Orgel
Walter Niederberger: Die Weinleite am Morgen. Kalender zugunsten der Traunsteiner Orgel

Die Aussicht an der Traunsteiner Weinleite ist auch für Künstler ein beliebtes Motiv. Walter Niederberger hat sie beispielsweise in seinem zugunsten des Orgelwerks verkauften Kunstkalender 2015 festgehalten.

Auch die Weinleite fällt immer wieder in Bezug zu Thomas Bernhard. Der hat in seinen literarischen Traunstein-Erinnerungen zwar nicht den Weg von der Stadt über die Weinleite nach Ettendorf zum Großvater genommen, aber zumindest die historische Weinleite überquert. Diese zog sich nämlich vom Viadukt bis entlang der heutigen Gartenstraße.

So oder so, ist die Weinleite in inspirierender Ort für bekannte und unbekannte Dichter und Maler.

Der Weinleite ist hier:

Weiter zum Klobenstein

Weiter zur Augenkappelle

Weiter zum Ettendorfer Kircherl

 

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