Die Ameisen - Kurzgeschichte

Eine klassische Kurzgeschichte, die als zeitlose Metapher von einer Eskalation gegenüber dem Fremden erzählt.

"Die Ameisen" ist nicht nur eine meiner frühesten Kurzgeschichten, sondern auch die erste, die mit Erfolg besprochen wurde. Sie erschien 1998 in der Literaturzeitschrift der FOS Traunstein und wurde am Rottmayr-Gymnasium Laufen von der Kollegstufe analysiert. Eine ideale Kurzgeschichte für eine Textinterpretation und für Schulklassen. 2022 wurde sie überarbeitet und mit wenigen Änderungen an die moderne Zeit angepasst.

Ein Hinweis zur besseren Interpretation dieser Kurzgeschichte:

Diese Kurzgeschichte ist eine Parabel auf eine bestimmte dunkle Zeit in der deutschen Geschichte. Googelt einmal, wer "Adolf Schicklgruber" war, dann kommt ihr mit Sicherheit darauf, wie man die Geschichte interpretieren kann.

Kurzgeschichten - jetzt in diesem Buch:

Das Buch könnt ihr hier bestellen: Zum Buch

Die Ameisen

Eine Eskalation

Als die erste Ameisenstraße quer durch seine Küche verlief, riss A. Schicklgruber der Geduldsfaden. Er hatte im Grunde nichts gegen Ameisen. Aber sie hatten in seiner Küche nichts verloren. Wie waren sie eigentlich dorthin gelangt? Sie waren inzwischen überall und taten so, als wären sie schon immer da gewesen. Sie fraßen und verunreinigten seine Lebensmittel. Wie konnte ihm das passieren? Ausgerechnet ihm, der einen absolut tadellosen, reinlichen Haushalt führte. Nie hatte er auch nur einen Krümel auf dem Tisch gelassen. Der Fußboden wurde täglich gebohnert und geschrubbt. Und trotzdem tauchten jeden Tag neue Heerscharen von Ameisen in seiner ordentlich aufgeräumten und gereinigten Küche auf. Die nicht enden wollende Ameisenstraße reichte vom Kühlschrank, über das Spülbecken, bis hin zum Herd.

Er war ein durch und durch toleranter Mensch gegenüber jeder Art von Lebewesen. Solange sie nicht durch seine Küche krabbelten. Ameisen hatten dort nichts verloren. Diese dunklen, ekelhaft hässlichen, dummen Tiere. Überall klebten sie am Honig und verdarben ihm den Appetit. Diese Schmarotzer waren überflüssig wie ein Kropf, fand er.

Eine Weile hatte er auf ein friedliches Zusammenleben gehofft. In seinem Vorgarten konnten die Ameisen tun und lassen was sie wollten – dort waren sie ihm egal.

Die Situation aber eskalierte, als sie in immer größerer Zahl in sein Haus eindrangen. Und er die Worte „Ameisen“ in die Suchmaschine eintippte. Da erfuhr er ein erstes Mal, wie viele Krankheiten von Ameisen übertragen werden und welch fürchterliche Schädlinge diese Untiere in Wirklichkeit sind. Er war überrascht – er hatte es zwar schon immer geahnt, aber nun hatte er die Gewissheit. Es stand schwarz auf weiß im Internet.

Er sprach mit einigen seiner Nachbarn. Alle pflichteten ihm bei, dass etwas gegen die Ameisen getan werden müsse. Außer der Öko von nebenan. Aber der mähte ja nicht einmal den Rasen und seine Meinung war ohnehin in der Siedlung nicht gefragt.

Auch auf Facebook bekam er auf seine Abfrage, ob man etwas gegen Ameisen im Haus unternehmen solle, sehr viel Zuspruch. Die wenigen Gegenstimmen fand er nicht schlimm, sie stammten von linken Gutmenschen, lauter Leuten, die er ohnehin schon seit langer Zeit entfolgen wollte. 

Als die Ameisen auch in die obersten Küchenschränke vordrangen, entschied er sich zu handeln. Er wollte diesen Biestern sein Haus nicht kampflos überlassen. Die würden schon noch sehen, was sie davon hatten, diese Ameisen! Eine finale Lösung musste her. Da er kein Unmensch war, beschloss er, ihnen noch eine letzte Chance einzuräumen, freiwillig zu verschwinden. Sich dorthin zu verkriechen, woher sie gekommen waren. Er räumte den Küchenschrank leer und desinfizierte ihn. Ja, jetzt sollten sie mal schauen, wo sie ihr Essen herbekamen, diese Parasiten!

Doch die Ameisen dachten gar nicht daran, irgendetwas an ihrer Lebensweise zu ändern. Selbst schuld. Er hatte es ja nur gut mit ihnen gemeint. Die Ameisen strömten weiter tagaus tagein munter durch seine Küche. Sie wurden zu seiner Nemesis, diese verhassten Schmarotzertiere. Es genügte offensichtlich nicht, diesen widerlichen Schädlingen den Lebensraum zu entziehen. Ihm blieb nichts anderes übrig, als nun in aktive Kampfhandlungen gegen den Feind überzugehen. 

Der erfahrene Hausmann weiß, dass gegen Insektenplagen Backpulver recht gut Abhilfe verschafft. Sein gesunder Menschenverstand sagte ihm, dass es nun einzig an ihm allein lag, endlich etwas gegen die Invasoren zu tun. Wenn nicht er, wer sonst?. Er wollte nicht zu dieser schweigenden, passiven Mehrheit gehören, die die Hände in den Hosentaschen steckten und abwarteten, bis sich das Problem von alleine löste. Er war einer, der anpackte! 

Aber nach einer Weile erkannte er, seine Maßnahmen wirkten nicht. Anstatt sich zu verziehen, wurden die Viecher immer frecher. Anscheinend ging es ihnen noch immer viel zu gut in seiner Küche. Als nächstes kleisterte er die beiden Öffnungen, aus denen die Ameisen hinaus- und hineinströmten, mit Backpulver zu. Sie würden davon nicht umkommen, aber sich eine gehörige Magenverstimmung einfangen und sich doppelt und dreifach überlegen, ob sie noch länger in seinem zu Hause, seinem Reich bleiben wollten.

Eine Weile schien Ruhe einzukehren. Die Ameisen blieben in ihrer Einhausung, nur noch vereinzelte verirrten sich noch in die Küche oder gar auf den Tisch. Doch der Frieden hielt nicht lange. Gnadenlos nutzten die Ameisen seine Nachsichtigkeit aus. Es dauerte nicht lange, schon wuselten sie wieder über seinen Herd. Jetzt war es endgültig genug, seine Geduld hatte ein Ende. Ab jetzt würde er zurückschlagen. Mit aller Vehemenz und menschenmöglichen Gründlichkeit. Koste es was es wolle. Ab jetzt herrschte Krieg.

Er ersann eine tödliche List, gegen die die Ameisen keine Chance hätten: Er heizte alle vier Herdplatten auf Maximalleistung. Erst spazierten die Tiere noch fröhlich über das Celanfeld. Dann begann es, fürchterlich verbrannt zu riechen und die verkohlten Eindringlinge rauchten starr vor sich hin. Sicher, der Anblick war kein schöner. Doch nach einer Weile fing dieses grausige Schauspiel an, ihn auf eine sonderbare Weise zu faszinieren. Es war ein wohltuender Triumph zuzuschauen, wie er dem langen Zug seiner unerwünschten Gäste so richtig einheizte und eine Ameise nach der anderen in der Hölle zu schmoren begann. Zufrieden betrachtete er sein Werk. Die leise Stimme, dass man es auch Tierquälerei nennen könne, was er hier betrieb, wischte er mit einem Kopfschütteln beiseite. Man muss halt tun, was zu tun ist. Er tat nur seine Pflicht als Hausbesitzer und ordentlicher Hausmann. Der endgültige Sieg war nun greifbar und die finale Lösung des Problems nur noch eine Frage der Zeit.

Leider dauerte das Glücksgefühl nur einen viel zu kurzen Augenblick. Die Ameisen schienen sich nicht um die tödliche Gefahr zu scheren und rückten in unvermindert starker Zahl nach. Mehr und mehr Ameisen wagten sich auf die heiße Herdplatte und stiegen nun über die Leichenberge ihrer Kameraden hinüber. Als die ersten unbeschadet die andere Seite erreichten, hatte Schicklgruber bald alle Hände voll zu tun, auch diese mit hämmernden Fäusten zu vernichten. Hinzu kam, dass sich die Ameisen trotz ihres praktisch nicht vorhandenen Gehirns als schlauer erwiesen, als es ihm lieb war. Ziemlich schnell entdeckten sie neue Routen zwischen den Herdplatten hindurch und schon bald marschierten die sechsbeinigen Bestien im Slalom um die Platten herum.

Schicklgruber ließ sich trotz des erneuten Rückschlages nicht entmutigen. Von den Erfolgen der Hitzemethode weiterhin überzeugt, legte er nun selber Hand an. Mit einer Lupe bewaffnet, schoss er wie mit einer Superwaffe gebündelte Sonnenstrahlen auf seine kleinen Erzfeinde. Ein Massaker, zugegeben, aber der Zweck heiligte die Mittel. Nach unzähligen Opfern auf Seiten der widerspenstigen Wesen tat ihm die Hand weh und er musste sich neue Methoden ausdenken. Die Ausrottung der vollkommen überpopulierten Schmarotzer ging zu langsam vor sich und es mussten Wege gefunden werden, um den Prozess zu beschleunigen. Not macht erfinderisch.

Zunächst goss er flüssigen Honig auf die Ameisenstraße und ließ Dutzende der Ungeziefertiere in der goldenen Pampe festkleben und ersticken.

Noch zu Beginn seines Kreuzzuges war er der Meinung gewesen, dass diese unnützen Geschöpfe allesamt aus seinem Haus deportiert gehört hätten. Diesen Luxus gönnte er ihnen nun nicht mehr. So ungeschoren würden sie ihm nicht mehr davonkommen. Sie sollten allesamt vernichtet werden! Jede einzelne Ameise! Sein Mitleid hatten sie verspielt. Je grausamer diese Untiere verreckten, desto besser. Zu gerne hätte er jede einzelne zwischen seinen Fingern zerquetscht, wären es nicht so viele gewesen. Um die gewaltige Menge dieses Ameisenvolkes zu vernichten, musste eine schnellere, eine bequeme und gleichzeitig für gewaltige Massen anwendbare Tötungsmöglichkeit her.

Sein Apotheker bot ihm für günstiges Geld ein recht wirksames Gift an, das gegen Ameisen vorzüglich wirken sollte. Er verstreute es siegessicher überall auf der Ameisenstraße.

Am nächsten Morgen bot sich ihm ein grauenhafter Anblick. Die Leichen der garstig getöteten Tierchen säumten seine gesamte Küche. Ganze Berge von Ameisen lagen auf dem Rücken mit zusammen gekrümmten Beinchen. Kurz würgte es ihn ob des Gemetzels und des unangenehmen Gift-Geruches in seiner Küche. Doch für eine gute Sache muss der Einzelne halt Opfer bringen und seinen inneren Schweinehund überwinden.

Als die Ameisen trotz seiner drastischen Maßnahmen noch immer in unvermindert großer Anzahl in seine Küche drängten beschloss er, das Problem an der Wurzel zu packen und so dem ganzen Spuk endgültig ein Ende zu bereiten. Das verborgene Nest musste gefunden werden. Doch dazu musste ein Teil der Küche herausgerissen werden. Warum war er nicht schon eher auf diese Idee gekommen? Dass er dabei seinen ganzen Einbauschrank zerschlagen musste, war ihm in dieser Situation egal. Das Opfer war es ihm wert. Und er erlebte einen weiteren Triumph: Er fand das Ameisennest tatsächlich. Tatkräftig ließ er die Axt durch das Nest krachen.

Aufgeschreckt krabbelten die Ameisen auf ihren Larven und Puppen herum und versuchten, ihre Brut zu retten. Aber nicht mehr lange. Aus der Garage holte Schicklgruber einen Benzinkanister und goss eine Tasse voll auf das Nest. Dann noch eine Tasse. Und noch eine. Fünf mussten dann genug sein. Die Ameisen schwammen auf deutschem Qualitätsbenzin. Er grinste verächtlich. Er empfand eine seltsame Sympathie für das Feuerzeug, das er in der Hand hielt. Kurz zögerte er und sah sich die elenden Viecher noch einmal ganz genau an. Beim Gedanken daran, die ganze Plage könnte in nur einem Sekundenschlag vorbei sein, ließ sein Herz immer schneller schlagen.

Einmal am Feuerzeug gedreht und das Nest brannte. Eine Stichflamme versengte ihm sämtliche Haare, doch das nahm er in der Stunde des Triumphes gar nicht mehr wahr. Auf dem einen Auge, auf dem er noch sehen konnte, sah er den Ameisen zu, wie sie zu brennen begannen. Die Stichflamme fraß sich über die Trümmer des Einbauschrankes und züngelten hoch auf die Holzdecke hinauf. Erst, als auch seine Jacke in Flammen stand, stürmte er nach draußen. Das brennende Haus ihn zuversichtlich, dass er auch wirklich alle Ameisen erwischt hatte. Als ihn die Explosionswelle des Hauses durch die Luft wirbelte, war Schicklgruber ein erstes Mal von ganzem Herzen glücklich.

 

Ende

Die Ameisen als PDF downloaden

Download
Die Ameisen - Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte zum Interpretieren über einen rechtschaffenen Mann, dessen Existenz wegen einer Ameisenstraße zu eskalieren beginnt.
Bernhard Straßer - Die Ameisen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 501.9 KB

Diese Bücher von Bernhard Straßer könnten Dir Ebenfalls gefallen:  Zum Verschenken und Selber Lesen!

Zum Buchladen von Bernhard Straßer: www.chiemgauseiten.de/buchladen


Die Ameisen diskutieren

Ihr habt eine Meinung oder Fragen zu den Ameisen? Hier könnt ihr die Kurzgeschichte kommentieren:

Kommentare: 32
  • #32

    BuchBewerter1412 (Montag, 14 November 2022 19:08)

    Eine sehr gute geschichte, hat mich sehr berührt.
    Weiter so!

  • #31

    fischer fritz (Dienstag, 31 Mai 2022 13:04)

    fischer fritz fischt frische fische. frische fische fischt fischer fritz

  • #30

    Mirkan han (Dienstag, 31 Mai 2022 09:29)

    komm fetzen mit ilyas und leonardo

  • #29

    Klasse 9B (Dienstag, 31 Mai 2022 09:23)

    Viel zu lang für eine Kurzgeschichte !

  • #28

    Sujith und Sujith (Dienstag, 31 Mai 2022 09:19)

    Nī oru kuraṅku Wisdom
    Du bist ein Affe Wisdom

  • #27

    Martina Fredenhaus (Dienstag, 31 Mai 2022 09:18)

    https://youtu.be/QB7ACr7pUuE

    Genau so eine gute Kurzgeschichte!

  • #26

    Ahmed KB9 (Dienstag, 31 Mai 2022 09:18)

    Eine Sehr gute und einfache Kurzgeschichte, um zu analysieren und zu verstehen. Würde ich nur weiter empfehlen.

  • #25

    Wasim Amar Tanouti (Dienstag, 31 Mai 2022 09:17)

    Bará bará bará, berê berê berê
    Bará bará bará, berê berê berê berê
    Bará bará bará, berê berê berê
    Bará bará bará, berê berê berê berê

  • #24

    Karen Hartmann (Dienstag, 31 Mai 2022 09:15)

    Sehr gute Geschichte, der Autor sollte eine Gehaltserhöhung erhalten.
    Top Geschichte!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Karen Hartmann

  • #23

    Luan Martínez (Dienstag, 31 Mai 2022 09:14)

    Sehr schlechte Geschichte der Autor sollte
    gefeuert werden Anes auch der hs

  • #22

    �️‍�❌ (Dienstag, 31 Mai 2022 09:13)

    gay games

  • #21

    Finn Hartmann (Dienstag, 31 Mai 2022)

    Barabarabara bereberebere Barabarabara berebreeber

  • #20

    wisdom osakpolor (Dienstag, 31 Mai 2022 09:11)

    du hundashon

  • #19

    Chiemgauseiten (Dienstag, 10 Mai 2022 21:05)

    Freut mich einerseits, wenn sich auf der Seite was rührt und ganze Schulklassen kommentieren. Beim Posten von Songtexten achtet aber darauf, ob ihr das Copyright habt. Ich werde die Songtexte sicherheitshalber löschen. Nicht, dass einer von euch noch Stress deswegen bekommt.

  • #18

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:13)

    n Japan gibt es viel Folklore – unzählige japanische Märchen und Geschichten mit übernatürlichen Wesen. Eine der bekanntesten ist sicherlich die Geschichte von Prinzessin Kaguya, die vom Mondkönigreich auf die Erde hinabstieg. Auch die Geschichte Japans kennt viele wichtige Figuren, von denen man sich noch heute erzählt. Dazu gehört auch die Legende von Ikkyu-san, der als Zen-Mönch die ultimative Erleuchtung erlangt haben soll. Wer mit diesen Namen noch nichts anfangen kann oder wer gern die Geschichten noch einmal lesen möchte, der findet in diesem Blogartikel eine Auswahl japanischer Märchen und Erklärungen zu Figuren der japanischen Geschichte.

    Kaguya hime, die Mondprinzessin
    Prinzessin Kaguya ist das älteste überlieferte Märchen Japans.
    Prinzessin Kaguya ist das älteste überlieferte Märchen Japans.
    Die Legende vom Bambussammler (Taketori Monogatari) bzw. die Legende von Prinzessin Kaguya (Kaguya-hime no Monogatari) ist das älteste überlieferte Märchen Japans. Es handelt von Kaguya-hime, die vom Mondkönigreich auf die Erde hinabstieg und fortan als Tochter eines armen Ehepaares lebte. Eines Tages ging ein alter Bambussammler in den Wald, um frischen Bambus zu schneiden. Eine Stange leuchtete golden und als er sie abschnitt, fand er ein winziges Kind darin. Er nahm das kleine Mädchen mit nach Hause zu seiner Frau, wo sie beide es gemeinsam liebevoll aufzogen. Das Mädchen wurde auf den Namen Kaguya-hime (leuchtende Prinzessin) getauft und wuchs rasend schnell zu einer strahlenden Schönheit heran. Seit Kaguya bei dem Ehepaar lebte, fand der alte Bambussammler immer wieder etwas Gold während seiner Arbeit und das Ehepaar konnte der Armut entfliehen. Als Kaguya erwachsen geworden war, hatte sich ihre Schönheit im ganzen Land herumgesprochen und viele Verehrer wollten sie für sich gewinnen. Nach einiger Zeit waren nur noch fünf von ihnen übrig und Kaguya stellte jedem von ihnen eine unlösbare Aufgabe, um ihre Ernsthaftigkeit zu testen. Die meisten versuchten zu betrügen – anstatt die geforderten Gegenstände zu holen, ließen sie Fälschungen anfertigen. Andere ließen beim Versuch die Aufgabe zu lösen ihr Leben. Nach dem Scheitern der Bewerber, wurde auch der Kaiser auf Kaguya-hime aufmerksam und umwarb sie. Doch auch ihn lehnte sie ab. Nachdem sie eines Nachts traurig den Mond betrachtet hatte, eröffnete sie ihren Eltern, dass sie ins Mondkönigreich zurückkehren müsste. Trotz dessen, dass die kaiserlichen Truppen dies zu verhindern versuchten, fuhr Kaguya hime in der nächsten Vollmondnacht mit einem Wolkenwagen zum Mond zurück, nachdem sie ihren Eltern für ihre Liebe gedankt hatte.

    Diese Legende war schon oft Thema in Kunst und Popkultur. So gibt es Zeichnungen und Gemälde verschiedener Szenen aus der Legende, wie Kaguyas Reise zum Mond im Wolkenwagen. Im Jahr 2013 erschien durch Studio Ghibli ein von Isao Takahata animierter Film, der die Legende von Prinzessin Kaguya in berührenden Bildern erzählt. Auch im Westen ist Kaguya-hime eine der bekanntesten Figuren japanischer Folklore.

    Momotaro, der Junge aus dem Pfirsich
    Momotaro, der Pfirsichjunge, erlebte mit den Göttertieren ein Abenteuer.
    Momotaro, der Pfirsichjunge, erlebte mit den Göttertieren ein Abenteuer.
    Die Legende von Momotaro, dem Pfirsichjungen, kennt in Japan jedes Kind. Die Geschichte erzählt von einem alten Ehepaar, das trotz Armut ein gutes Leben führte. Einzig eigene Kinder fehlten den beiden zu ihrem Glück. Eines Tages ging die alte Frau zum Fluss, um Kleider zu waschen, als plötzlich ein großer Pfirsich angetrieben kam. Erfreut über die riesige Frucht, schleppte die Frau den Pfirsich nach Hause, wo ihr Mann ihn in zwei Teile schnitt. Das Ehepaar staunte nicht schlecht, als ein kleiner gesunder Junge aus dem Pfirsich sprang. Sie freuten sich, dass ihnen ein Sohn geschenkt worden war, dankten den Göttern und nannten den Jungen "Momotaro", Pfirsichjunge. Das Ehepaar zog Momotaro liebevoll auf und er wuchs zu einem guten und schönen jungen Mann heran. Momotaro wollte seine geliebten Eltern aus der Armut befreien und machte sich auf den Weg nach Onigashima, die Insel der bösen Geister, weil es hieß, dass in der Geisterhöhle große Schätze versteckt sein sollten. Ausgestattet mit einer Keule und Hirseklößen, begann er seine Reise, vertraute wie seine Eltern auf den Schutz der Götter bei seinem Vorhaben. Die Götter begleiteten ihn tatsächlich in der Gestalt von drei Tieren, die Momotaro auf dem Weg zur Insel traf und mit denen er die Hirseklöße teilte. Der Hund, der Affe und der Fasan

  • #17

    lara (Dienstag, 10 Mai 2022 09:11)

    Das Ende der geschichte war sehr erschreckend und ich hatte ein bisschen Angst... Am Anfang war es Interessant und dann wurde es immer schlimmer und absurder.

  • #16

    Larissa (Dienstag, 10 Mai 2022 09:10)

    *Hentai* ~Blushes~

  • #15

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:09)

    Du perverslig, du lollicon

  • #14

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:08)

    Quak ?

  • #13

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:07)

    chichi. Anya forger loves peanuts. Peanut head

  • #12

    lol (Dienstag, 10 Mai 2022 09:06)

    UwU u so warm

  • #11

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:05)

    Hentai uwu

  • #10

    Larissa (Dienstag, 10 Mai 2022 09:04)

    yamete kudasei

  • #9

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:03)

    spy... mission.... waku waku

  • #8

    Anya (Dienstag, 10 Mai 2022 09:02)

    peanuts

  • #7

    yor mum (Dienstag, 10 Mai 2022 09:01)

    shut up you bastard

  • #6

    lol (Dienstag, 10 Mai 2022 09:00)

    jetzt reichhts!!!!!

  • #5

    Meier (Dienstag, 10 Mai 2022 08:59)

    halts maul
    geh nach hause

  • #4

    lol (Dienstag, 10 Mai 2022 08:59)

    :,(

  • #3

    Meier (Dienstag, 10 Mai 2022 08:58)

    lol du hast ja gar keine ahnung von der Geschichte du bot

  • #2

    lol (Dienstag, 10 Mai 2022 08:58)

    :(

  • #1

    Meier (Dienstag, 10 Mai 2022 08:56)

    its a great story and has a good plot