Entspannter Start in den Tag mit unseren Kindern

Winter für Winter wieder eine Überraschung: Schnee!
Winter für Winter wieder eine Überraschung: Schnee!

Das wichtigste im Eltern-Alltag ist ein guter Start in den Morgen. Vor allem im Winter, wenn ohnehin alles etwas länger dauert. Wenn Papa und Mama allerdings zusammenhalten, dann klappt auch der entspannte Beginn des Tages und alles ist halb so wild. Ein gutes Beispiel, wie das funktionieren kann, liefert folgender Muster-Papa, der Tag für Tag ein Sonnenschein im Leben seiner Familie ist:

Die Papa-Version:

Kreizkruzifix, des darf doch nicht wahr sein! Alles, ALLES muss man selber machen! Da steht man mitten in der Früh auf - und wäre es nicht schon schlimm genug, auf sich selbst zu achten, also Zähneputzen, Pulli richtig herum anziehen und so, muss man sich auch noch um seine Kinder kümmern! Und was macht die Frau, anstatt zu helfen? Mosert auch noch herum. Wie weckt man die Kinder am besten auf? Einfach Licht anschalten. „Bist du gemein!“, schreit die Mama. „Aber sie sind wach!“ In einem zähen Ringen wird in der Folgezeit Kind 2 eingekleidet. Während Kind 1 sich schlafwandlerisch in seine vorbereitete Kleidung windet. Teils richtig, teils falsch herum. „Ja wo ist denn die Mama?“ Aber die ist schon unten und richtet sich ein Frühstück her. Sie macht gerade eine ayurvedische-vegane Low-Fat-Detox-Diät und da braucht man für die Zubereitung eines Müsli schon mal eine halbe Stunde. Die Kinder rebellieren natürlich. Die wollen, wie der Papa, was Gescheites essen. Also muss auch noch ein Butterbrot hergerichtet werden. Jetzt aber schnell in die Arbeit – spät dran. Aber geht ja noch nicht. Die Mama hat ja erst Dreiviertel ihres Müsli hergerichtet. Also in der Zwischenzeit raus zum Schneeschaufeln. Ein bisserl die Einfahrt streuen. Wieder zurück ins Haus: Die Kinder anziehen, die überraschend wenig Gegenwehr leisten. Wir warten alle noch ein bisschen, bis das gesunde Müsli endlich fertig ist und die Mama es schnell heruntergeschlungen hat. Vergnügt spaziert der Papa in die Arbeit. Hochzufrieden mit sich – er ist ja der beste Papa der Welt!

Die Mama-Version:

Desgibtsjoned! Verdamterscheisdreg! Wer hat denn dem ins Hirn brunzt? Zuerst quält er die Kinder, indem er sie mit grellem Licht unsanft aus dem Tiefschlaf reißt, dann sabotiert er wieder meine gesunde Ernährung und gibt den Kleinen Nutellabrote! Kein Wunder, dass die mein wunderbares Müsli verschmähen! Und glaubst du, der ließe mich in Ruhe fertig essen? Auf einmal wären die Kinder superflott angezogen und tun auf einmal so, als pressiere es recht, obwohl ich noch nicht einmal mit dem Frühstück fertig bin. Und kaum habe ich den letzten Löffel meines superguten Müslis im Mund, zischt der werte Herr Papa auch schon ab und murmelt was von „…spät dran!“ Als ob ich nicht spät dran wäre! Und jetzt kommt der Oberhammer: Da hat der liebe Papa vorher noch eine Viertelstunde simuliert, „Schnee zu schaufeln“. Dabei hat er sicher wieder heimlich Blog geschrieben, wie er es sonst immer auf dem Klo macht, wenn ich kurz davor bin, eine Vermisstenmeldung zu machen. Woher ich weiß, dass er eher nicht beim Schneeschaufeln war? Weil ich gerade im Auto sitze, versuche die Einfahrt hoch zu kommen und die Reifen seit fünf Minuten durchdrehen. Nix geht. NICHTS! Also die Kinder wieder ausgepackt und ins Papa-Auto. Als ich endlich selber drin sitze, sieht es aus wie in einem Iglu von innen. Alles ist vereist. ALLES! Von außen und von innen. Und dabei habe ich ihm doch eine Abdeckplane ins Auto gelegt! Die schützt nun den KOFFERRAUM vor Frost. Von INNEN! Zefixhallelujah, es ist zum Ausflippen! Wegen diesem lebensuntauglichen SCHRIFTSTELLER muss ich jetzt stundenlang Eiskratzen während die Kinder im frostigen Auto halb erfrieren. Hätt ich doch einen Ingenieur genommen. HÄTT ICH DOCH…!

 

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