Wie Laura Malena Seiler unser Familienleben verändert hat

Dieser junge Herr hätte die "Rise up and Shine - Uni" wohl auch nötig
Dieser junge Herr hätte die "Rise up and Shine - Uni" wohl auch nötig

Kennt Ihr Laura Seiler, Tobi Beck oder Michael Roach? Nein, das sind nicht die neuen Kinderpfleger in der Kita. Das sind drei Autoren deren Bücher wir dieses Jahr gelesen haben und die unseren Familienalltag seitdem auf den Kopf gestellt haben. Stand der nicht schon vorhin auf dem Kopf???, werden die Leser des Elterntagebuches fragen. Und irgendwie habt ihr recht. Wir sind nach unserer 360 Grad Drehung wieder am Ausgangspunkt unserer Reise, aber haben viele neue Erfahrungen mitgenommen.

Ihr kennt das: Die phasenweise totale Verzweiflung, weil die Kinder einen wahnsinnig machen. Die Krise des modernen Mannes, der erfolgreich im Beruf UND liebevoller Papa sein muss. Die Krise der modernen Frau, die erfolgreich als Hausfrau UND liebevolle Arbeitskollegin sein muss. Was also tun so kurz vor der Midlife-Crisis? Richtig! Eine Ausbildung als Yogalehrerin machen. Stop! Das Thema haben wir ja schon hinter uns. Um in das riesige Chaos aus Familie, Arbeit, Haushalt, Selbständigkeit, Kinder und Beziehung irgendwie eine Ordnung zu bringen, hat sich meine Frau bei Laura Malena Seilers „Rise up and shine – Uni“ angemeldet. Und ein Dreiviertel Jahr später muss ich zugeben, dass Laura Seiler unser Leben verändert hat: Wir haben jetzt dank ihr Hasen und ein Klavier!

Die Rusu, wie sie liebevoll von den Teilnehmern und spöttisch von deren Ehemännern bezeichnet wird, ist ein spiritueller Persönlichkeits-Entwicklungs-Lehrgang. Ideal für Yoga-Lehrerinnen-Mamas. Was ich davon hielt – da halte ich jetzt mal lieber hinterm Berg. Ich dachte mir nur „Schade ums Geld“ und machte aus Trotz – und weil wir es ja bezahlt hatten, parallel selber ein bisschen mit.

Übungen wie eine „Money-Mindset“ Meditation bei der man sich vom Universum Zaster wünscht, war dann eine überraschend kapitalistische Version von Spiritualität. Als zeitgleich plötzlich alle Yogakurse meiner Frau ausgebucht waren und in jeder Schublade Bargeld herumzuliegen begann, zuckte ich verwundert die Achseln. „Ja mei, vielleicht funktionierts ja doch.“

Über den Podcast der Seilerin – wie ich sie so semiliebevoll nenne – lernte ich Michael Roach kennen. Einen buddhistischen Mönch, der in Einhaltung buddhistischer Grundregeln einen millionenschweren Diamantenkonzern mit aufgebaut hatte. Diese Geschichte fand ich dann so cool, dass ich mir sein Buch kaufte. Viele seiner Prinzipien kannte ich bereits aus der „Rusu“. Wer da wohl von wem abgeschaut hatte? Verkürzt gesagt geht es darum, dass man seine verborgenen Talente entdecken soll, dass man seiner Mitwelt stets ein bisschen mehr gibt, als man von ihr nimmt. Und, dass man mit einer positiven Energie und Begeisterung an seinen Alltag herangehen soll. Ja, verdreht nur die Augen. Ich habe auch Kinder zu Hause und weiß, wie schwierig das ist. Aber an manchen Tagen funktioniert es schon ganz gut. Und das schöne ist: Natürlich gibt es Tage, an denen die Kinder einen nerven. Aber wenn man sich von der schlechten Laune hinreißen lässt, nerven sie noch immer UND man ist schlecht gelaunt.

Was hat die Rusu also mit uns gemacht? Also zunächst sind die Nebeneinkünfte meiner Frau gut investiert worden. Sie hat sich ihren Kindheitstraum erfüllt. (Sowas muss man natürlich tun, wenn man an den Kursen von Laura Seiler teilnimmt). Sie hat sich ein Klavier gekauft. Seitdem klimpert Drei Viertel unserer Familie jeden Abend um die Wette. Auf die Idee, dass wir ein Klavier haben könnten, wären wir vor einem Jahr nie im Leben gekommen.

Und auch unsere Kinder wurden von dem ganzen „Wünsche an das Universum“ – Zeugs offensichtlich angesteckt. Letztens bat mich Loni am Stadtplatz um eine Münze. Ich gab ihm ein Zwei-Cent-Stück. Loni kicherte. Ich schaute gespannt zu, was er damit vorhatte, wie er das Geld investieren würde. Dann warf er die Münze in den Brunnen, kicherte weiter in sich hinein und flüsterte: „Juhu! Ich kriege einen Hund!“ Der Wunschbrunnen hat funktioniert, allerdings vorerst eine Nummer kleiner. Kurz danach meldete sich Arbeitskollegin Barbara, ob wir nicht ihren süßen Hasen Asyl gewähren könnten. Seitdem haben wir also Hasen und ein Klavier.

Wer weiß, was uns die spirituelle Persönlichkeitsentwicklung noch alles bringen wir. Zuletzt ist uns die liebe Seilerin und ihr Motivations-Coach-Kumpel Tobi Beck allerdings zu extrem kommerzig geworden und wir haben einiges an Geld gespart, indem wir ihre teuren Produkte wieder abbestellt haben. Cool, das geht also auch! Jetzt hoffe ich, dass ihr meine Money-Mindset-Meditation erhört und euch alle ganz schnell ganz viele meiner Bücher bestellt. Los geht’s! 

 

Das ideale Geschenk für alle Eltern und die, die es (lieber nicht) werden wollen:

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