Mein schönstes Urlaubserlebnis

Von Baftian Schdassa

 

Letzte Woche sind meine Mama und mein Papa mit mir zu einem großen Haus gefahren, wo ganz viele Flieger waren. Als ich wieder aufgewacht bin, waren wir in einem anderen Haus. Das war fast genau so groß. Gleich am Eingang war ein Tisch mit ganz vielen Brezen. Das war mein erstes schönstes Erlebnis, weil ich so viele Brezen essen konnte, wie mir meine Mama erlaubt hat. Und wenn es die Mama nicht erlaubt hat, hab ich einfach auf den Papa gefragt. Und wenn das nicht geklappt hat, hab ich einfach laut gebrüllt und mich auf den Boden hingeschmissen.

Das hat auch mit dem Baft funktioniert. Mein Eltern lassen mich nämlich immer nur Wassa trinken. Da waren aber lauter Männer in komischer Kleidung und Frauen auf Rollschuhen, die mich andauernd abgeknutscht haben und Mama und Papa Affe gebracht haben und mir Baft. Den Baft habe ich so schnell wie möglich ausgetrunken, damit die Rollschuhfrau mir nochmal einen bringen konnte, aber meine Eltern haben andauernd geschimpft und gesagt, ich krieg keinen Baft mehr, aber ich hab dann meistens doch einen gekriegt.

In meinem neuen Zimmer war ein Telefon. Als ich telefoniert habe und immer "Hallo Hallo" ins Telefon gesagt habe, haben sich meine Eltern gefreut. Völlig ausgeflippt sind sie aber, als ich, wie sie es selber ja auch immer machen, "Schdassa!" Gesagt habe. Die Mama hat gejubelt und geweint und der Papa gelacht und seitdem sage ich am Telefon immer "Schdassa!", damit sich meine Eltern freuen.

Es hat fast den ganzen Tag Essen gegeben. Meine Eltern haben sich große Sorgen gemacht, weil ich nur ein bisschen Kartoffelbrei gegessen habe, obwohl der riesige Teller voller Essen war. Aber mein Bauch war so voll Baft und Brezen, dass ich einfach nix mehr runtergekriegt hab.

Mein Papa hat mich und meine Mama dann gezwungen, auf einen Berg zu gehen, wo lauter alte, kaputte Häuser waren und wollte, dass ich "Röma"  sage. Ich hab ein Paar Steine geschmissen und bin dann eingeschlafen, so langweilig war das.

Am Meer war es schöner, aber der Sand war zu heiß und das Wassa zu kalt und es gab nirgends Brezen.

Am schönsten war der letzte Tag. Da hat ein Bagga die Wiese neben dem Pool

umgegraben. Ich habe den ganzen Tag zugeschaut und allen Hotelgästen gesagt, dass da ein Bagga ist: "Bagga! Bagga! Bagga!"

Dann sind wir wieder zum Flieger gefahren.

Ich war schon so müde und Papa hat erklärt, dass wir warten müssen, weil unsere Koffer kontrolliert werden. Dann mussten wir warten, weil die Ausweise kontrolliert werden. Dann, weil die Rucksäcke kontrolliert werden. Und ich war schon so sauer, weil ich nicht schlafen durfte, dass ich irgendwann, so laut ich konnte, geschrien habe.

Im Flieger wollten alle was von mir und ich habe noch lauter geschrien, weil ich nicht schlafen konnte. Alle haben Mama und Papa böse angeschaut. Mich hat keiner Böse angeschaut und deshalb habe ich mir noch eine Stunde Zeit gelassen, bis ich mich in den Schlaf geschrien habe.

Als ich wieder aufgewacht bin, waren wir in München. Ich war wieder hellwach und habe mich schon sehr auf die vielen Kontrollen und das lange Warten gefreut, aber komischerweise waren wir nach einer Viertelstunde schon fertig. Irgendwas haben die da falsch gemacht. Kontrollieren dauert doch viel länger. Auf einmal war der Urlaub vorbei.

Daheim gibt es leider keinen Bagger. Und nur noch eine Breze am Tag und fast keinen Baft mehr. Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub.

Mehr aus griechisch/römischen Mythologie gibt es hier


Du willst nachlesen, wie das Elterntagebuch begann? HIER!

 

Zur Startseite

Kommentar schreiben

Kommentare: 0