Urlaub mit den Kindern in Arco am Gardasee

Am Gardasee-Strand
Am Gardasee-Strand

Unsere armen Kinder mussten im Urlaub ja schon einiges mitmachen. Mit Schriftstellern auf den Spuren der Etrusker durch die Toskana, mit den Chiemgau Autoren auf der Rabenmoosalm. Diesmal stand mal etwas ganz besonderes auf dem Programm: Vier Männer, fünf Jungs, zwei Schwangere und eine (hoffentlich) nicht schwangere Frau zusammen in Arco. Keine Römermuseen, dafür Radfahren und Klettern.

Nur einer war enttäuscht: Loni war die gesamte 4-stündige Fahrt davon überzeugt, dass wir "Urlaub" in Freilassing bei Oma und Opa machten. Er war stinksauer, als er sich in Italien wiederfand.

Die wunderschöne Landschaft zwischen Arco und Gardasee
Die wunderschöne Landschaft zwischen Arco und Gardasee

Untergebracht waren wir im Guesthouse 1 in Arco. Und so viel sei schon mal verraten: Tolle Zimmer, eine wunderschöne Aussicht auf die Berge und die Burgruine Arco und dazu noch ein abenteuerlicher Kletterraum samt Rutsche - es war ein richtiges Kinder-Paradies!

Das hat Vor- und Nachteile:

Faszinierend war es, mit anzusehen wie sich fünf Jungs, die sich vorher nur kaum kannten, innerhalb weniger Stunden in eine verschworene "Buama"-Clique verwandelten. 

 

Vielleicht lag es am Lemon Soda und dem untrennbar verbundenen Zuckerschock. Bald schossen die wild gewordenen Stöpsel über den Stadtplatz, und kletterten zu fünft auf dem hunderte Jahre alten Olivenbaum herum. 

Sogar Yoga konnte man hier machen. Entweder draußen oder im Yogaraum.
Sogar Yoga konnte man hier machen. Entweder draußen oder im Yogaraum.

Ab dem zweiten Tag verselbständigte sich die Bande. Aufforderungen der Eltern wurden als vage Handlungsempfehlungen wahrgenommen und wenn die ganze Gruppe mitmachte, dann konnten selbst Streiche gar nicht so schlimm sein. 

Kaum hatte man die Kinder einmal aus den Augen gelassen, rannte schon ein Gast schimpfend durch das Haus: "Die setzen alles unter Wasser!" Und tatsächlich, ein voll aufgedrehter Gartenschauch tanzte wild spritzend auf der Kellertreppe. Von den Kindern sah man gerade noch die Haarschöpfe, als sie um die Ecke rannten um sich zu verstecken. 

Als es dann doch Schimpfe gab, wollte es niemand gewesen sein. Die Jungs einigten sich darauf, dass es der Kleinste war. Ausgerechnet der, der den Schlamassel alleine gar nicht hätte anrichten können. 

 

Das Schlimme an der Sache war, dass vor 35 Jahren der eine oder andere Elternteil seinerseits eine epische Überschwemmung auf der Straßerschen Kellertreppe ausgelöst hatte. Den Anschiss, den ich damals bekommen hatte, war ebenfalls episch. Anno 2018 bekamen die Schimpfe übrigens weniger die Kinder denn die Eltern. Die Hauswirtin regte sich furchtbar auf, weil im Keller auch die Verteilerkästen standen und die Kinder nur mit Glück keinen Kurzschluss verursacht hatten. 

Leonard in der Kletterwand
Leonard in der Kletterwand

Größtes Highlight des Urlaubs war aber ein Ausflug mit Martin und unseren Kindern zum Junior- Kletterfelsen. 

Dort konnten sich die Kleinen - an Seilen gesichert-  an der Felswand versuchen. 

Dass die größeren Kinder selbstbewusst nach oben kraxelten, war zu erwarten. Völlig überrascht war ich aber, dass auch mein kleines Baby, das vor nicht mal einem Jahr noch Windeln trug, seinerseits den Felsen hinauf kletterte, als ging es nicht mehrere Meter steil nach unten. 

Nur mit dem Abstieg hatten die Kinder Probleme. Manchmal geht es nach oben dann doch leichter als wieder runter. Als sich dann der große Bruder tapfer anbot, dem Kleinen herunterzuhelfen, war ich endgültig ein gerührter stolzer Papa. 

Die Kinder bekamen auch danach jede Menge geboten: Mit der Gondel hinauf zum Monte Baldo. Oder eine Schifferlfahrt von Malcesine nach Limone. Ob sie es zu schätzen wussten? Nicht immer...

 

Am letzten Abend gingen wir noch einmal in unsere Lieblingspizzeria, das Il Fiume. Dort versteckten sich die Kinder im Buxbaum und spielten "Räuberdampflok". Seitdem weiß ich auch, dass eine Räuberdampflok maximal drei Lokführer haben kann! 

Die schönsten Fotos von Arco und Gardasee

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