Opa Jochens wunderbare Gartenbahn

Hinterm Haus bei Oma und Opa befindet sich ein wahres Kinderparadies: Dort wo sich früher ein klassischer Rasen befand, ist im Laufe der Jahre die gefühlt größte Gartenbahn weit und breit entstanden. Zuletzt gab es mehrere Versuche großelterlicherseits, die Kinder vom Faible für Fußball abzubringen und sie stattdessen für Züge, Dampfloks und Modellbaueisenbahnen anzufixen. Zumindest beim Kleineren hat es gefruchtet: Er macht lieber "Urlaub in Freilassing" als Urlaub in Italien...

Den Opa Jochen als einen Eisenbahn Enthusiasten zu bezeichnen, ist eine hemmungslose Untertreibung. Sein gesamtes Berufsleben hat er für die Deutsche Bahn gearbeitet und weil man ja nicht einfach so in Pension gehen kann, wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat, spielt er auch heute noch ab und an Schaffner auf der Ruhpoldinger Bahnlinie.

Er stammt noch aus einer Zeit, in der jedes Kind den Wunsch hatte, wenn es groß ist, Lokomotivführer zu werden. Und von einer Modelleisenbahn träumte. 

Die Modelleisenbahn hat sich inzwischen im gesamten Garten hinterm Haus ausgebreitet. Ein dichtes Netz an Schienen und Gleisen, ein riesiger, die Kinder überagender Berg auf den sogar eine Zahnradbahn fährt und jede Menge Tunnels. Ein Paradies für  Eisenbahnrentner! Aber da es langweilig ist, den ganzen Tag allein die Loks herumfahren zu lassen, hat der Opa heimlich begonnen, die Kinder vom Virus Fußball zu heilen und sie mit einem neuen zu infizieren: Dem Modelleisenbahnwahnsinn!

Bei zumindest einem ist ihm das gelungen...

Wie verbringen die Kinder so einen "Urlaub in Freilassing?" Bei schlechtem Wetter sitzen sie oben im Eisenbahnzimmer, haben Schaffnermützen und Kellen in der Hand und dürfen ihr eigenes (kleines) Eisenbahnnetz befahren.

Bei schönem Wetter klopfen die Kleinen bereits um 6 Uhr in der Früh an die Schlafzimmertür und schreien: "Opa! Gartenbahn!"

Die Gartenbahn ist nämlich so spektakulär, dass man eigentlich Schulklassen einladen sollte, um das Wunderwerk zu bestaunen. So bleibt das Spektakel meinen Kindern und den Nachbarskindern vorenthalten. 

"Was war das beste beim Urlaub in Freilassing?" frage ich. Und auf einmal beginnt der Kleine, der jahrelang außer Knurrlauten und Empörungsschreien nichts von sich gegeben hat, zu quasseln. Dass sieben Loks gleichzeitig gefahren seien und ein Zug ist im Tunnel entgleist. "Und Loni kann überhaupt nix dafür!" Grinsen.

Für uns Eltern hat der Modelleisenbahnwahnsinn einige handfeste Vorteile: Sie sparen sich das Geld für den Märchenpark oder Minimundus weil es hinterm Haus ähnlich aufregende Attraktionen gibt.

Es versteht sich von selbst, dass die Kinder auch Dauergast im Lokschuppen Freilassing sind. 

Mit mir waren sie dort noch nicht. Ich fürchte, ich muss auch Loni möglichst schnell zum Fußballtraining mitnehmen...

 

Eine Fahrt in Opa Jochens Gartenbahn:

...und noch eine!

...noch eine Eisenbahngeschichte im Elterntagebuch:

Einen schönen Sonntagsausflug haben wir heute nach Freilassing in den Lokschuppen zur Lokwelt gemacht. Dass sich in unserem Haus eine gewisse Eisenbahnbegeisterung breit macht, habe ich ja bereits angedeutet. Da ist ein Museumsbesuch der Lokwelt mit Oma und Opa natürlich genau das richtige. Besonders wenn großer Kindertag im Lokschuppen ist. Mehr...

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