Wanderung zur Hinteralm mit den Kindern

Diesmal haben wir unsere Kinder mit einer wundervoll abwechslungsreichen Wanderung zur Hinteralm unterhalb des Hochgern ein wenig gefordert. Die Wanderung ist an sich einfach und perfekt für Familien und auch kleinere Kinder geeignet. Aber wer will schon einfach? Auf dem Rückweg haben wir den Rundweg über die Vorderalm zurück nach Kohlstadt gewählt und haben dabei einige Überraschungen erlebt. 

Von Kohlstadt zur Hinteralm

Der Wanderparkplatz Kohlstadt ist und bleibt das Eingangstor zum Paradies. Die unzähligen Wandermöglichkeiten sind immer wieder faszinierend. Diesmal haben wir uns für die Wanderung zur Hinteralm, also für die Hochgern-Seite entschieden. 

Da der Weg die Forststraße entlang führt, ist er theoretisch auch mit Kinderwagen begehbar, man muss gleichzeitig aber auch mit einigen (aber sehr freundlichen) Mountainbikern rechnen. Das erste Teilstück ist sehr reizvoll, weil es entlang der Weißen Ache den Berg hinauf geht. Der Bach bietet auf dem Weg immer wieder schöne Plätze, die im Sommer zum Baden einladen.

Das erste Highlight erreicht man nach etwa der Hälfte der Strecke: Der große Wasserfall. Er liegt nicht direkt am Weg, ist aber gut ausgeschildert und man sollte den kurzen Abstecher unbedingt machen. Vor allem für die Kinder ist der Anblick des Wasserfalls ein besonderes Erlebnis. Zudem ist es an der mehreren Meter hohen Wasserwand stets angenehm kühl und erfrischend.

Die zweite Hälfte der Wanderung wird ein wenig steiler, aber weiterhin sehr abwechslungsreich. Es geht über tiefe Schluchten und auf der linken Seite hat man immer wieder die Felsausläufer des Hochfelln im Blick. Nach etwa eineinhalb Stunden haben wir die Almwiesen erreicht. Von dort ist es nicht mehr weit zur Hinteralm.

Auf der Hinteralm wurden wir gleich von Geigenmusik begrüßt. Die Stimmung dort ist entspannt und es gibt die Alm-Üblichen Brotzeiten. Wir hatten Glück, dass die Wirtin gerade sogenannte „Almosen“ zubereitete, schmackhaft in Fett herausgebratene gefüllte Schmalzkugeln. Die haben den Kindern supergut geschmeckt.

Über die Hinteralm zur Vorderalm

Für den Rückweg empfehle ich Familien, denselben Weg wieder hinunter zu nehmen. Wir selber waren noch motiviert und wollten es ausnutzen, dass unsere Kinder diesmal keine Trotzanfälle bekamen, sondern ebenfalls Lust auf Wandern hatten. Deshalb wählten wir für den Rückweg den Rundweg über die Vorderalm.

Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass der Weg nach den Überschwemmungen der letzten Wochen in recht schlechtem Zustand war. Außerdem war die Zeitangabe von 45 Minuten bis zur Vorderalm sehr optimistisch. Wir haben etwa eine Stunde gebraucht.

Der Weg ist ein schmaler Pfad, der teils über Planken über sumpfiges Waldgebiet führt. Dann geht es wieder steil bergauf und bergab über viele Bäche, die teilweise den Weg überspült haben. Unsere Kinder haben die Herausforderung sehr genossen und hatten Spaß an der Tour, bei der ihre volle Konzentration gefordert war.

Eigentlich hätten wir an der Vorderalm die nächste Einkehrpause verdient. Wir waren aber inzwischen schon etwas erschöpft und der Kleine hatte es sich nicht nehmen lassen, die allerletzte Pfütze zu nutzen, um bis zu den Unterschenkeln im Wasser zu versinken. Also mit nassen Füßen weiterlaufen musste. Also gingen wir direkt nach unten weiter.

Der Weg von der Vorderalm zurück nach Kohlstadt ist zwar gut ausgebaut, aber sehr, sehr steil. Am Ende wussten wir wieder, was die Redewendung „Servus, die Wadeln“ bedeutet. Vor allem die Kinder waren aber mächtig stolz, dass sie den großen Rundweg – wir waren etwa 9 Kilometer gewandert – ohne zu murren gemeistert hatten!

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